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substiwechsel von dhc auf methadon, take home in der anfangszeit
arno.nühm
Beitrag 2.3.2009, 12:35
Beitrag #1


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hallo,
da ich in der letzten zeit verstärkt das gefühl habe mit dem dhc-saft nicht wirklich zurechtzukommen möchte ich auf methadon wechseln. in der hoffnung damit besser zurechtzukommen.
mein problem besteht darin, daß mein derzeitiger substidoc (bei dem ich schon ewig bin) 20km entfernt ist und ich gehe 1x die woche hin .
er meinte das bei einem wechsel die erste zeit wieder th angesagt ist.
leider kann ich nicht jeden morgen soweit zum abschlucken gehen da ich arbeite.
er sagte nun ich soll in meinem dorf einen doc finden der im konsiliarverfahren mir die erste zeit das zeug täglich abgibt.
geht da zur not auch eine apotheke?
mein ehmaliger hausdoc hie im dorfe sagte daß er es nicht machen darf weil er die ausbildung nicht dafür hat.
fällt jemand etwas ein ohne das ich sämtliche ärtze und apos abklappern muß?
in meinem dörflein bin ich recht bekannt weil ich für viele hier arbeite und nicht möchte das sich das hier rumspricht, das wäre sehr übel.
darf ein normaler doc eine vorübergehende vertretung zur abgabe von substimittel überhaupt machen?
muß ein take home die erste zeit wirklich sein, und wenn ja , wie lange?
darf es eine apo auch übernehmen?

grüße arno

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Practicus
Beitrag 2.3.2009, 13:12
Beitrag #2


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hi Arno

wahrscheinlich weiss dein haus-doc nicht, dass es das "konsiliarverfahren" wieder gibt...

jeder hausarzt darf bis zu drei patienten auch ohne die suchtmedizin-quali substituieren, wenn er sie regelmässig beim substi-arzt konsiliarisch vorstellt...

einfach mal die zuständige kassenärztliche vereinigung fragen, das geht auch per email...

gruß

praxx
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Sonne
Beitrag 2.3.2009, 13:48
Beitrag #3


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Hi Arno,
weisst Du,ich denke, wenn Du mit dem Saft wirklich nimmer gut zurecht kommst, ist ein Wechsel auf Methadon schon angebracht. Aber: viele andere heulen dem Saft auch nach Jahren immer noch hinterher und dürfen nun, nachdem sie einmal auf Methadon gewechselt haben nicht mehr auf den Saft zurück. Ich würde also an Deiner Stelle mit dem Arzt klipp und klar vereinbaren, auch schriftlich festhalten, dass Du jederzeit wieder den DHC-Saft zurückbekommst, wenn Dir das Metha doch nicht so zusagt.

Warum magst Du den Saft nicht mehr? Und wieviel nimmst Du in welcher Konzentration?

Weiter stimmt das nicht, mit dem Wechsel, dass Du dann in der ersten Zeit kein Take Home mehr hast. Wenn Du schon so lange Jahre von diesem Arzt Take Home bekommst und bei ihm von einem zum anderen Substitut wechselst hat das doch nichts mit Streichung von Take Home zu tun. Lediglich vielleicht in der ersten Woche, damit Du optimal eingestellt werden kannst.

LG, Sonne


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arno.nühm
Beitrag 2.3.2009, 14:26
Beitrag #4


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hi,
der substiartzt sagte zu mir da es ein neues substitut ist, wäre es so, als wenn ich neu anfange, also 6 monate th.
das wäre übel, kann ich mir aber nicht vorstellen.
ich nehme 120ml 1,5% auf 5-6 mal verteilt auf den tag.
probleme; stuhlgang ganz übel, das häufige nehmen täglich nervt , ich vermute das der sirup meine beißer schädigt,
eine unstabile konzentration im körper (subjektiv gefühlt). morgends bin ich lange sehr steif bis der saft anflutet,
aber der stuhlgang ist eigentlich ausschlaggebend.
ich hoffe das ich mit dem methadon langfristig klarkomme .
ich nehme eigentlich schon ca. 20 jahre dhc und es würde bestimmt auch weiterhin funzen.
aber richtig zufrieden bin ich schon lange nicht und methadon wollte ich eigentlich nie.
aber vielleicht ist es das kleinere übel.
schade das es kein morphin als substi in d gibt. das käme dem orginal wohl am nächsten
ich schätze das ich so 10ml metha auf dauer benötige.


@prax
wer muß beim substiartzt vorstellig werden, und in welcher form?
kann ein hausdoc auch ohne einen substidoc 3 patienten substituieren?

ich bin mit dem substidoc zufrieden und möchte nicht zu einem anderen, lediglich in der th-phase als ortsnahe vertretung

grüße arno
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Sonne
Beitrag 2.3.2009, 15:16
Beitrag #5


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ok, deine Gründe verstehe ich. so gesehen ist das wohl doch nicht das schlechteste, es zumindest mal mit Methadon zu versuchen. Halte dann aber wie schon erwähnt klipp und klar fest, dass Du bei Nicht-Vertragen wieder den Saft zurück bekommst.

Nochmal: was Dein Arzt da sagt, dass das Take Home bei einem Wechsel erst mal wegfällt, also ich vermute, er unterliegt da wirklich einem Irrtum. Du hast all die Jahre Take Home, Du hast Arbeit und ich nehme mal an Du hast keinen Beigebrauch. Was ich mir vorstellen kann ist wie gesagt, der Wegfall des Take Home für die ersten ein bis zwei Wochen bis Du optimal auf das Methadon eingestellt bis. Aber für ein bis zwei wochen könntest Du Dir im Notfall wohl auch Urlaub nehmen.

Bei den Konsliarverträgen läuft das so, dass Dein Subs-Arzt Dein Arzt bleibt und mit einem Arzt bei Dir im Dorf einen Vertrag schließt. Der Arzt an Deinem Wohnort vertritt quasi Deinen Subst-Arzt. Die beiden müssen regelmässig Kontakt halten und Du musst trotzdem einmal pro Quartal Deinen Subst-Arzt aufsuchen. Zumindest war das früher so.

Eine vorübergehende tägliche Abgabe kann selbstverständlich auch in einer Apotheke erfolgen. Aber da widerum kannst Du Dich nicht umgehend an Deinen Arzt wenden wenn es doch Probleme geben sollte und Du aber arbeiten musst. Ausserdem machen das nicht alle Apotheken und wenn dann auch nicht immer unbedingt gerne.

LG,Sonne


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Practicus
Beitrag 2.3.2009, 18:27
Beitrag #6


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ich finde erst mal sehr erstaunlich, dass du bis heute den DHC-saft bekommen hast... normalerweise darf DHC nur (weiter) gegeben werden, wenn eine metha-unverträglichkeit vorliegt oder du ein methadon-schnellmetabolsierer bist... so ein alt-überbleibsel aus der halblegalen DHC-zeit dürfte eigentlich gar nicht mehr existieren... bist ein richtiger dinosaurier so gesehen...

für die umstellung auf metha müsste dich dein substi-doc eigentlich ein paar tage krank schreiben, die dosisfindung und stabile einstellung sind unter 3-5 tagen kaum zu bewerkstelligen, wenn das ganze ohne gesundheitsgefahr ablaufen soll... oder du opferst dafür ein paar urlaubstage...
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Sonne
Beitrag 2.3.2009, 19:45
Beitrag #7


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ZITAT(Practicus @ 2.3.2009, 18:27) *
ich finde erst mal sehr erstaunlich, dass du bis heute den DHC-saft bekommen hast... normalerweise darf DHC nur (weiter) gegeben werden, wenn eine metha-unverträglichkeit vorliegt oder du ein methadon-schnellmetabolsierer bist... so ein alt-überbleibsel aus der halblegalen DHC-zeit dürfte eigentlich gar nicht mehr existieren... bist ein richtiger dinosaurier so gesehen...
Sorry Prax, dass ich Dir da widerspreche, aber so einfach ist es nämlich gar nicht.
Es gibt nämlich eigentlich gar keine VERBOT für DHC die Substi betreffend, sondern lediglich ein "Quasi-Verbot" welches sich leider etabliert hat. Und ich kenne neben Arno bis heute einige, die das DHC als vollkommen legales Substi weiter von der Krankenkasse getragen bekommen. Nur die Neueinstellungen auf DHC sind eben im Laufe der letzten 10 Jahre auf nahezu Null zurückgegangen. Was ich wie gesagt scheisse finde. DHC ist nicht das schlechteste Substitut. Es wurde nur schlecht gemacht.


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Practicus
Beitrag 3.3.2009, 00:43
Beitrag #8


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das quasi-verbot für DHC besteht darin, dass jede fortsetzung einer DHC-behandlung oder auch eine neueinstellung bei der beratungskommission gesondert eingehend begründet und von dieser genehmigt werden muss...

grund ist natürlich, dass jede verordnung von DHC-saft auch eine potenzielle belieferung des schwarzmarktes ist... wegen der erforderlichen mehrfachen täglichen einnahme muss halt der größte teil der tagesdosis selbst bei täglicher vergabe mitgegeben werden...

so mancher DHC-substituent hat sich früher klammheimlich abdosiert und sich mit dem verkauf des überschusses ein zubrot verdient... oder verkauft und dafür schore gekauft und konsumiert, was dann in der normalen UK nicht nachweisbar war...

mit einer großen "wochenflasche" DHC mit leicht einmal 500 ml inhalt liess sich oft ganz leicht noch eine person mit durchziehen

es war dieser schwarzmarkt über die früher halblegale DHC-substitution, der die substanz aus der therapie hinausbefördert hat.... die haftungsrisiken für die ärzte wurden einfach unüberschaubar
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Sonne
Beitrag 3.3.2009, 05:58
Beitrag #9


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Klar, stimmt schon was Du sagst.
Aber sorry, Metha und Pola gibt es genau so viel auf dem Schwarzmarkt.
Und "heimliches Abdosieren" etc. sind hier ebenso gegeben, auch wenn irgendwelche Herren in feinen Anzügen meinen, dass dies Problem durch das Quasi-DHC-Verbot gelöst ist. Guter Witz, ha ha.

Der Beitrag wurde von Sonne bearbeitet: 3.3.2009, 05:59


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Practicus
Beitrag 3.3.2009, 13:00
Beitrag #10


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natürlich ist dieses problem dadurch nicht gelöst... aber wer sein meta vertickt und dafür schore kauft, fällt mit einer positiven uk auf...

aber das heimliche abdosieren bei take-home erledigt sich in absehbarer zeit von selbst.... angesichts von spärlichen regelleistungsvolumina und deutlichen umsatzverlusten der "normalen" kassenpraxis kann sich kaum noch ein arzt take-home patienten leisten... ein voll substiuierter bringt einen umsatz von ca 580 € im quartal, ein t.h.-patient zwischen 80 € und 180 €

viele ärzte werden sich das bald nicht mehr leisten können, auf dieses honorar aus gutherzigkeit zu verzichten - und einen anspruch auf t.h. gibt es nicht, das ist nur eine möglichkeit, aber keine verpflichtung

gruß

praxx
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Sonne
Beitrag 3.3.2009, 18:10
Beitrag #11


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ZITAT(Practicus @ 3.3.2009, 13:00) *
natürlich ist dieses problem dadurch nicht gelöst... aber wer sein meta vertickt und dafür schore kauft, fällt mit einer positiven uk auf...
Ja und Nein. Was diesen Punkt betrifft gebe ich Dir hundert Punkte zu Deinem Plus-Konto dazu zwinker.gif , weil Du da mit Sicherheit ganz andere interne Zahlen und auch ganz andere langjährige Erfahrungswerte hast.
Ich erinnere mich was dieses Thema betrifft eigentlich nur insoweit:
Dass der Arzt, der meinen Freund regelmässig, also als geregelt angemeldete Substi bis 1999/2000 mit DHC, (mich zwischen 1998 bis 2000 ab und an mit DHC) und einige andere mit DHC versorgt hat, dass der immer sagte, "Leute, wenn Ihr es in Heroin tauscht oder auch zusätzlich Heroin konsumiert. Ich schicke jede Probe ins Labor und lasse dort feststellen, nehmt Ihr Euer DHC-Saft oder stattdessen (bzw. zusätzlich) Heroin".
Ob er das gesagt hat, weil das Labor ihm tatsächlich so eindeutige Ergebnisse liefern konnte oder ob er das nur gesagt hat um uns vom Braunen weg zu halten, weiß ich nicht, da ich nie eine Einsicht in meine Patientenkartei verlangt habe.

ZITAT(Practicus @ 3.3.2009, 13:00) *
aber das heimliche abdosieren bei take-home erledigt sich in absehbarer zeit von selbst.... angesichts von spärlichen regelleistungsvolumina und deutlichen umsatzverlusten der "normalen" kassenpraxis kann sich kaum noch ein arzt take-home patienten leisten... ein voll substiuierter bringt einen umsatz von ca 580 € im quartal, ein t.h.-patient zwischen 80 € und 180 €
viele ärzte werden sich das bald nicht mehr leisten können, auf dieses honorar aus gutherzigkeit zu verzichten - und einen anspruch auf t.h. gibt es nicht, das ist nur eine möglichkeit, aber keine verpflichtung

Scheisse, scheisse, scheisse
und böse, böse, böse
und zum kotzen, kotzen, kotzen
Sorry, aber so schlecht verdient man als Arzt nun wirklich nicht...
Ich habe 11 Jahre lang für Euro 1.100 netto/pro monat gearbeitet in Vollzeitanstellung! als Fachkraft! Ja, habe ich getan.

Kaputtes "KLO-System"
Ich will echt mal wieder Steine werfen und die rote Fahne bei schwenken - mich kotzt das alles so an. Nicht nur was mit mir passiert. Ganz allgemein und überhaupt.

Der Beitrag wurde von Sonne bearbeitet: 3.3.2009, 19:29


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Shark
Beitrag 6.3.2009, 09:33
Beitrag #12


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Fein!!
Da guck ich nach langer Zeit mal wieder ins Forum und stosse gleich auf ein Thema, wo ich was Fundiertes zu sagen kann :-))

Und zudem kann ich vll noch einem alten Forums-Bekannten (Arno) einen Tipp geben, den ich auch noch aus einem anderen Forum kenne.

@Arno:
Ich habe vor etlichen Jahren ebenfalls den Wechsel von DHC-Saft auf Meth (bzw. Pol) vollzogen und muss da Prax in einem Punkt vehement widersprechen, nämlich dass es "Urlaub" braucht bei der Umstellung.
Bei mir war es so, dass ich in Absprache mit dem Doc am Spätabend zuvor meine letzte DHC-Dosis (seinerzeit 15 ml bei 45 ml täglicher Dosis) nahm und dann morgens zunächst die Hälfte der indizierten Metha-Dosis bekam, um die Verträglichkeit zu testen.
Anm.: Der Umrechnungsfaktor war 1:10, d.h. ich bekam bei (aufgerundet) 50 ml DHC täglich entsprechend 5 ml Meth, also erstmal 2,5 ml und dann nach 1 Std. die restlichen 2,5 ml.

Meine "Umstellungs-Erfahrung" ist folgende (und deckt sich im Übrigen mit der von vielen Bekannten):
Ich fühlte mich mit dem Metha nicht nur gut, sondern sogar SEHR VIEL BESSER, fitter, leistungsfähiger.
Somit ist ein "Urlaub" m.E. kaum nötig, allenfalls für den 1. Tag infolge der zeitaufwändigen Prozedur.

@Sonne: Das mit der positiven bzw. nicht klar zu definierenden UK (wie Prax richtig sagte), hat folgenden Hintergrund:
FRÜHER wurden die Urinproben noch ins Labor geschickt, ich kenne das noch aus eigener Erfahrung und dort kann SEHR WOHL zw. DHC- und H-Konsum unterschieden werden.
HEUTE verwenden die Ärzte den kostengünstigeren und wie der Name schon sagt schnelleren SCHNELL-Test, der zwar *staun-staun!!* ziemlich empfindlich und darüber hinaus auch noch über ein super-breites Substanzen-Spektrum (also von Koka über H bis Cannabis bis XTC bis Benzos) reagiert, AAABER (!!) nicht zw. dem metabolisierten Morphin des Codein-Saftes und dem des Heroins unterscheiden zu vermag.

Ergo: wenn jemand auch "nur" DHC-Saft konsumiert hat, zeigt dieser Test MORPHIN POSITIV an, sogar wenn es nicht mal Dihydrocodein, sondern nur Codipront oder ähnliches war.

@Arno nochmal:
Prax sagte es schon, wende Dich an die Kassenärztliche Vereinigung.
MUSS aber nicht per eMail sein, Du kannst das auch direkt checken und zwar über die Homepage:
http://www.kvbawue.de/index.php

Dort findest Du unter "Arztsuche" eine Suchmaske und (was viele nicht wissen bzw. unbeachtet lassen) den Unterpunkt "Zusatzqualifikation".
Gib dort entweder (wenn vorhanden) "Methadongenehmigung" oder "Substitution" oder "Suchttherapie" ein in Verbindung mit Deinem speziellen Wohnort natürlich.


@Prax (nur der Ordnung halber): Arno ist gar nicht soooo ein "Dinosaurier".
Ich weiss, Du bist in NRW, und auch in fast restlos allen anderen Bundesländern ist DHC ebenfalls verboten bzw. nur aufgrund nachweislicher Unverträgichkeit anderer Präparate zulässig.
NICHT SO in Baden-Württemberg!!
Ich habe einen guten Freund in Stuttgart, der bekommt bis dato oooohne Probleme seinen DHC-Saft.
Dazu sei aber gesagt (aber vll weisst Du das ja auch bei Lektüre der Fachliteratur):
Dessen Arzt sowie ein anderer Stuttgarter Arzt waren sozusagen die Pioniere in Deutschland bei der Behandlung mit DHC (damals allerdings noch mit Remedacen).
*räusper* der Name des einen Arztes hört sich an, wie eine andere baden-würrtembergische Stadt an der Grenze zu Bayern und der Name des anderen wie der einer europäischen Hauptstadt, der Stadt der Liebe und der Kunst .... also ich hör jetzt lieber auf, will ja keinen hier in Schwierigkeiten bringen ;-)

So far from Shark
Wenns wieder mal brennt ... always at your service / siempre a su servicio ! :-)

.
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arno.nühm
Beitrag 6.3.2009, 10:36
Beitrag #13


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habe das mal getestet und bin erstaunt wieviele diese ärtzte auf dem "dorf" eine zusatzausbildung haben,27 !!!
einer quasi direkt neben meiner haustüre freak.gif leider heute geschlossen
am montag geh ich wieder zum substidoc, und bin gespannt wie dieses kleine problem zu lösen ist.
ich kenne natürlich die wirkung des methadons, da ich hin und wieder diese möglichkeit in anpruch nahm um zeitweise zu törnen. das metha macht mich aktiv, abends schlafe ich schnell ein und vor allem kann ich kacken wie in meinen besten jahren.
ich habe allerdings schon angst das dies sich alles normalisiert und eine ähnliche unzufriedenheit mit dem substitut entsteht wie beim dhc.
kann aber nur die praxis auf dauer zeigen.
ja, hier in stuttgart werden relativ viele mit dhc substituiert.
Dr. ulmer hat ein sehr intressantes buch über dhc-substitution geschrieben falls es jemand wissen möchte.
@shark melde dich doch mal wenn du in der nähe bist, vielleicht sind wir uns früher schon mal begegnet noplan.gif
in diesem Quasizusammenhang täte mich noch intressieren ob jemand etwas über einen ceiling-effekt bei dhc weiß?

danke an alle, waren gute brauchbere infos für mich dabei

arno
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Practicus
Beitrag 6.3.2009, 13:44
Beitrag #14


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DHC hat KEINEN ceiling-effekt, allerdings ab 400 mg tagesdosis rasch zunehmende histamin-effekte, die die verträglichkeit beeinträchtigen (juckreiz, blutdruckabfall). dosen von 1200 mg p.d. sollen nicht überschritten werden...

die simple umstellung nach irgendeiner faustregel kann bei methadon zu erheblichen problemen führen, da gleiche methadongaben je kg körpergewicht zu sehr unterschiedlichen individuellen wirkspiegeln führen können.

hinzu kommt, dass methadon seine spitzenkonzentration erst nach 4-6 stunden erreicht und das erreichen eines stabilen "steady-state" mehrere tage in anspruch nimmt.

die umstellung nach einer faustformel zeugt von viel vertrauen des arztes in den lieben gott und die robuste konstitution des patienten, etliche todesfälle in der einstellungsphase einer methadonbehandlung haben allerdings schon so manchen arzt auf die anklagebank gebracht...

gruß

praxx
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Shark
Beitrag 7.3.2009, 01:50
Beitrag #15


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ZITAT(arno.nühm @ 6.3.2009, 10:36) *
Dr. ulmer hat ein sehr intressantes buch über dhc-substitution geschrieben falls es jemand wissen möchte.


GRRRMPFFF!! + LOL !
Ich SAGTE ja, dass sich der Name des einen Arztes anhört wie eine BW-Stadt an der Grenze zu Bayern, aber da Du den Namen nun öffentich gemacht hast (ist auch nicht weiter schlimm), kann ich da nur sagen: WORD, WORD und nochmal WORD!
Dr. Ulmer war DER Pionier auf dem Gebiet der Substitution, nicht nur in BW sondern in der gesamten Republik !!!

Viele bzw. die meisten der heute substituierten Probanden UND AUCH DIE WENIGSTEN Substi-Ärzte (die ja auch leidlich von den Substi-Patienten profitieren - JAJA, Prax !! Streite es ab, wenn Du magst, ich werde es nichtsdestotrotz von den Dächern pfeifen und Du wirst mich nicht daran hindern) wissen heutzutage nämlich nicht, WEM sie das zu verdanken haben !



ZITAT
@shark melde dich doch mal wenn du in der nähe bist, vielleicht sind wir uns früher schon mal begegnet

Ich melde mich. Den Rest machen wir am besten per PM aus.

Zum Schluss möchte ich noch ein Wort an unseren Forums-Doc richten, ich KANNS mir einfach nicht verkneifen und er kann ja denn auch antworten ... wenns beliebt

@Prax:
Ich habs schon oft gesagt und gehe bestimmt mit der überwiegenden Mehrheit hier konform, dass Du nicht nur eine Bereicherung dieses Forums bist, sondern eine nicht mehr wegzudenkende "Autorität", die uns allen hier irre oft durch fachkundige Beiträge geholfen hat.
ABER (das musste ja kommen *g*):
In all Deinen Beiträgen lese ich in oder zumindest zw. den Zeilen dieselbe Arroganz, die ich zeit meines Lebens von ALLEN weiss-gekittelten Zeitgenossen erfahren habe.

Soll heißen:
Ihr könnt NICHT ZUHÖREN (ich meine WIRKLICH zuhören!!)
Ihr wisst alles schon BEVOR der Patient überhaupt sein armseliges Maul aufmacht (vorausgesetzt er traut sich und verfügt über einigermassene Eloquenz)
Ihr lasst Euch NIE eines Besseren belehren, weder von Berufskollegen, schon gar nicht von Nicht-Akademikern oder gar Patienten themselfs!
Ihr könnt auch nie zugeben, dass Ihr mal Unrecht hattet bzw. dass es jemand mal BESSER wußte (Beispiel: Shark war mit seinem Tip bezüglich der HP der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Wü. sehr viel effizienter, als Du mit Deinem allgemeinen Hinweis bezügich einer Mail. Beispiel 2: Shark erklärte, warum die verschiedenen UKs zu verschiedenen Ergebnissen führen. Beispiel 3-10: Erfahrungen mit Weisskitteln, die ich gerne auf Anfrage noch ausführlich darstelle).

Das Aller-Schlimmste ist jedoch, daß Ihr (ganz speziell Schmerz- und Substitutionsärzte) Euch erhebt, über die vermeintlichen oder tatsächlich vorhandenen Bedürfnisse eurer Patienten zu befinden, und dass OHNE Ihr selbst JE Schmerzen oder gar Entzugssymtome am eigenen Leib verspürt habt.
Kurz gesagt: Ihr habt Befugnisse, die Euch nicht zukommen und denen die Allermeisten von Euch nicht gewachsen sind, denn die Allerwenigsten von Euch haben dazu die fachliche Kompetenz gepaart mit der charakterlichen Reife.
Punkt!

... hmmm. Am besten ich mach da mal ein eigenes Topic auf ...
für heute solls das erstmal gewesen sein.

.

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ROFFEL
Beitrag 7.3.2009, 19:10
Beitrag #16


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ZITAT(Practicus @ 3.3.2009, 13:00) *
natürlich ist dieses problem dadurch nicht gelöst... aber wer sein meta vertickt und dafür schore kauft, fällt mit einer positiven uk auf...

aber das heimliche abdosieren bei take-home erledigt sich in absehbarer zeit von selbst.... angesichts von spärlichen regelleistungsvolumina und deutlichen umsatzverlusten der "normalen" kassenpraxis kann sich kaum noch ein arzt take-home patienten leisten... ein voll substiuierter bringt einen umsatz von ca 580 € im quartal, ein t.h.-patient zwischen 80 € und 180 €

viele ärzte werden sich das bald nicht mehr leisten können, auf dieses honorar aus gutherzigkeit zu verzichten - und einen anspruch auf t.h. gibt es nicht, das ist nur eine möglichkeit, aber keine verpflichtung



Sorry, aber das stimmt so einfach nicht...
Die Ärzteschaft in D hat schon IMMER gejammert, es war IMMER zuwenig,
die Ärzte haben sich das Gesundheitssystem selbst zerschossen (unsinnige profitable Untersuchungen etc., Patientenbudget
ausschöpfen etc.)...und jammern deswegen jetzt wieder.
Du tust grade so als wären Ärzte hier so schlecht bezahlt wie die Männer aufm Bau,
und das stimmt so einfach nicht.

Und wenn ein Arzt tatsächlich seinem Patienten das TH streicht weil er es sich angeblich nicht leisten kann...dann hat
der Mensch den Beruf verfehlt und wäre in der Betriebswirtschaft eigentlich besser aufgehoben.
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arno.nühm
Beitrag 10.3.2009, 08:52
Beitrag #17


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hallo together,
kurzes update.
nun, ich habe viele docs in meiner nähe unter falschem namen angerufen und gefragt ob ein konsiliarvervahren kurzzeitig möglich ist.
die meisten haben von vornherein unter fadenscheinigen begründungen abgelehnt.
aber einen, zwar nicht unmittelbar bei mir um die ecke, hat mich wohlwollend angehört und gesagt dass es ohne probleme funzt.
habe dann die nummer meines derzeitigen substidoc´s hinterlassen damit die sich geschwind absprechen können, und bin mit ihm verblieben dass ab heute, dienstag, mit methadon begonnen werden kann.
so, dann binn ich später zu meinem doc um ihm das zu berichten und der sagt mir dann aber dass der kollege mich komplett übernimmt !!!!! hallo? das war nicht mein intresse. scheiße.
hat der mich doch einfach rausgekickt.
dann waren noch ein paar missverständnisse zwischen uns drei wegen abschlußbericht, weiterführendem rezept und start des wechsels von dhc und methadon.
naja, auf jeden ist es nun so, dass ich ab ende des monates entgültig wechsle, bis dahin haben auch die docs die formalitäten erledigt, sodass alles seinen richtigen, korekten gang gehen kann.
der neue artzt macht einen netten eindruck auf mich, aber was heißt das schon, ich muß die näxten jahre mit ihm klarkommen.

aber was absulut spitzentolles: an der rezeption arbeiten eine frau in die ich mich schon gestern verliebt habe, wunderhübsch und extrem süß, mein traummädel, genau mein 100% typ (leider bin ich für sie ein opa). aber ansehen darf ich sie dann öfters
da freue ich mich aufs tägliche abschluken hehe.gif

Ps, der doc hatte bis vor kurzem noch eine schwerpunktpraxis, ist aber umgezogen und hat nun eine normale praxis , wohl mit wenigen substlern.
es lief also nicht nach meinen wünschen, aber vielleicht wird ja alles gut. ich muß auf jeden fall nicht mehr so viel zeit investieren.


freundliche grüße arnie
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Sonne
Beitrag 11.3.2009, 17:32
Beitrag #18


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Na dann wünsch ich Dir mal alles Gute mit dem Methadon.
Ich hätte lieber DHC-Saft, ist feeling-mässig einfach näher am Heroin.
Methadon ist sehr langweilig, Vorteil: es ist sehr beständig. Mir ist z.b.mal ne Flasche umgekippt, hatte nichts mehr. 48 Stunden ohne waren wirklich kein Problem, notfalls wäre es sogar noch etwas länger gegangen. War echt überrascht.

Na jedenfalls wünsch ich Dir das Beste mit dem Zeugs.
Sonne


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Es ist nicht die Sehnsucht nach dem Tod...
Es ist die Sehnsucht nach dem vollkommenen Leben...
NIRVANA
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Oktanbooster
Beitrag 11.3.2009, 19:21
Beitrag #19


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Viel Glück Arno!

Ich sehe es zwar wie Sonne und würde NIE wenn ich die Chance hätte weiterhin DHC Saft zu kriegen auf Methadon wechseln (will dir nichts schlechtes vorweg einreden aber denke du wirst es schwer bereuen diesen Schritt und nun gibts ein zurück scheinbar auch nicht mehr mit deiner Vorgangsweise) wollen - dass dazu freiwillig und gerne sowie du, aber viel Glück dabei! Ich bin halt jemand der DHC immer sehr sehr geliebt hat und noch immer liebt, wäre meine Toleranz niedrig würde ich mir paar Schachteln Codidol 120er holen und einen besseren Turn als von Morphin (dass wiederum mehr sättigt und auch sehr euphorische Kompenente hat, aber leider auch sehr - ja fast shcon zu sehr in der notwendigen Dosis sediert sodass der Turn verloren geht quasi) und ALLEN anderen Opiaten die ich bisher hatte inkl. Oxys damit haben mit einigen Pulvern wenn die Toleranz niedrig genug wäre halt!
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arno.nühm
Beitrag 11.3.2009, 20:11
Beitrag #20


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nun, ich hoffe dass ich nicht in bälde zu der erkentniss gelange dass das dhc doch bei weitem besser als metha ist.
es gibt ja auch andere, wie shark zb. dem es in der gleichen umstellung wesentlich besser ging.

ich kann es leider nur herausfinden wenn ich diesen langzeittest mache.

so so schade dass es noch kein morphin zur substi in d gibt.
meine sucht kotzt mich im moment echt stark an.

es gäbe so viel zu sagen.

ok,
biss dann
arnie
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