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Fentanylpflaster mit Spezialmatrix eingeführt
Achimy
Beitrag 8.1.2009, 12:55
Beitrag #1


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Mikroreservoirs in einer Fentanyl-Silikonmatrix erleichtern Wirkstoff-Freisetzung

Ein neues Pflaster zur Schmerztherapie mit besonderer Freisetzungstechnik ist jetzt eingeführt worden. Das Matrifen®-Pflaster enthält deutlich weniger Fentanyl-Wirkstoff als herkömmliche Pflaster, ist aber genauso wirksam.
Das neue Pflaster enthält den Wirkstoff Fentanyl in Dipropylen-Glykoltröpfchen als Mikroreservoirs, verteilt in einer Silikonmatrix. Der Wirkstoff ist damit quasi emulgiert und wird leichter freigesetzt. Eine spezielle Kontrollmembran reguliert die Diffusionsgeschwindigkeit in die Haut.
Vorteile der neuen Technik seien, daß die Pflastergröße im Vergleich zu anderen Matrixpflastern um ein Drittel kleiner ist und die gebrauchten Pflaster um mehr als die Hälfte weniger Restwirkstoff enthalten, sagte Dr. Uwe Junker aus Remscheid.
In einer Überkreuz-Studie bei 24 gesunden Männern hat sich das neue System als pharmakokinetisch biokompatibel zu einem vergleichbaren Fentanylpflaster erwiesen (J Clin Pharmacol 46, 2006, 1). Dr. Thomas Nolte vom Schmerz- und Palliativzentrum in Wiesbaden stellte zudem eine multizentrische Parallelgruppenstudie mit 220 Krebspatienten vor, die entweder auf das neue Pflaster, auf orale Opioide oder auf ein anderes transdermales Fentanylpflaster eingestellt worden waren.
Auch in dieser Untersuchung erwies sich das neue transdermale System als nicht unterlegen im Vergleich zum herkömmlichen Matrixpflaster sowie zur oralen Opioid-Therapie. Das galt auch für unerwünschte Wirkungen sowie für die Verbesserung der Lebensqualität der Studienteilnehmer.
Das neue Schmerzpflaster steht in fünf Wirkstärken von 12 bis 100 µg pro Stunde zur Verfügung.

Quelle: Ärztezeitung 12/07

Anmerkung: Studien haben gezeigt, dass fast alle Patienten, trotz Behandlung mit einem Fentanyl-Pflaster, zusätzlich mit einem starken,schnell freisetzenden Arzneimittel behandelt werden müssen, um Durchbruchschmerzen zu stillen. Wie mit allen potenten Opioiden erfahren einige Patienten mit dem transdermalen Fentanyl-Pflaster eine Atemdepression. Daher müssen die Patienten auf solche Reaktionen hin beobachtet werden. Die Atemdepression kann auch nach Entfernen des Pflasters noch bestehen bleiben. Die Inzidenz einer Atemdepression wächst mit der Fentanyl-Dosis. ZNS-aktive Arzneimittelkönnen die Atemdepression verschlechtern.

Der Beitrag wurde von Achimy bearbeitet: 8.1.2009, 13:31


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Fern-Ost
Beitrag 12.1.2009, 16:00
Beitrag #2


FOF strong addicted
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Was werden denn da fuer neuartige Gefahren bei Missbrauchende Opionauten auftreten koennen?
Also hauptsaechlich bei denen die darauf rumkauen oder unter die Unterlippe kleben!
Wird die Wirkstoff-Freisetzung beschleunigt und unberechenbar?

mfg


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