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Methadon einfach weglassen, Mann im künstlichen Koma-kein Metha mehr
Narkoomi
Beitrag 21.4.2010, 07:49
Beitrag #1


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Liebe FOF-Gemeinde,
hätte gerne mal einige Meinungen gehört.
Also, mein Mann ist Dienstag nacht vor einer Woche zusammengeklappt, hat zweimal schwallartig Blut erbrochen und dann ins KH auf die Intensiv gekommen.Am nächsten morgen hab ich dort angerufen, Ösophagus-Varizen waren geplatzt, er hätte verbluten können. Muß dazu sagen, dass er sich schon länger nicht wohl fühlte, Wassereinlagerungen hatte usw., aber die Ärzte (sein Arzt) hat ihn immer beruhigt. Auch bezüglich seines Alkoholkonsums (teilweise, nicht jeden Tag! bis zu einer Flasche Whiskey-Sahne-Likör) bekam er vom Arzt den Rat, er solle doch lieber wodka trinken, davon bekäme man keine Varizen in der Speiseröhre, auch die Leberwerte (gammagt von über 300) scheinen den Arzt nicht wirklich beunruhigt zu haben.
Wie dem auch sei, einen Tag, bevor es passierte, sprach er ernsthaft davon, ins KH zu gehen, sich durchchecken zu lassen und auch wg. dem Alk. Fand ich super, allein schon wegen unserer 9jährigen Tochter.
Nun liegt er im künstlichen Koma(seit Freitag morgen), bekommt Sufentanil, Dormicum und noch Morphium, weil sich Entzugserscheinungen zeigten.als ich den Arzt drauf ansprach, sagte der, man könne ihm das metha nicht geben, da er keine Magensonde hat.Auf meinen Einwand hin, es gäbe doch Pola als Inj. meinte er, dass er ja genug Morphinhaltige Präparate bekomme.
Gestern war ich nochmals da, inzwischen steht fest, dass er eine Leberzirrhose hat (schon fast endstadium), er war auch schon gelb (Haut und Augen), seine Blutwerte sind katastrophal und man könne nur hoffen. Die Prognose steht aber schlecht, wir sollten mit dem Schlimmsten rechnen. Zurück zu gestern: Man wollte ihn jetzt langsam aus dem Koma aufwachen lassen, hatte schon die Medis gedrosselt, er war furchtbar unruhig und der Arzt meinte, dass wäre eine Entzugssymptomatik, er wisse aber nicht, ob vom Alkohol oder vom Methadon.
Jetzt frage ich mich, warum kann bzw. man kann doch nicht die 60mg Metha einfach so weglassen, das kann doch noch zusätzlich lebensbedrohlich werden oder irre ich mich da???Und wie sieht das aus, sind Alk und Benzos nicht kreuztolerant (er bekommt Dormicum, hat aber nie Benzos genommen). Mensch, mein Mann kriegt seit 16 Jahren Methadon und jetzt läßt man das einfach weg. Wenn die Medis reduziert werden ist es doch irgendwie logisch, dass er entzügig wird, oder???? Man hat ihn aufgrund der Symptome und der Atmung(er schafft es noch nicht, allein zu atmen), wieder ins Koma gelegt.
Habe schon überlegt, mal seinen Arzt um Rat zu fragen oder seinen Drogenberater. Ich weiß, dass seine Chancen sehr minimal sind, aber man muß ihn doch nicht noch mit Entzug quälen...meine Meinung.
Würde mich mal interessieren, was Ihr so meint, besonders auch Praxx???


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Mevaloti
Beitrag 21.4.2010, 09:15
Beitrag #2


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Hi Bine, medizinisch kenne ich mich gar nicht aus, aber ich meine auch, dass Entzugserscheinungen seinen Zustand noch verschlechtern. Das schlimme ist ja, man weiß nicht, was dein Mann alles im Koma mitbekommt, ob der den Entzug spürt. Du konntest ja mal Mellow aus dem Df fragen, der lag ja auch im Koma.

Ich weiß, wie schwer es ist, den behandelten Arzt im Kh überhaupt zu sprechen und ihn von einer anderen Bahndlung oder Medikamenten zu überzeugen, ist schlichtweg unmöglich.

Versuche dich nicht vom Arzt abwimmeln zu lassen und spreche deine Bedenken immer wieder und wieder an. Viel Kraft, melde mich über Pn
Katharina


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Fern-Ost
Beitrag 21.4.2010, 10:34
Beitrag #3


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Auf jedenfall seinen behandelnden Arzt einweihen und auch zu rate ziehen,
immerhin substituiert er ihn und hat wohl auch ein minimum an Ahnug ueber die Materie, sowohl als auch von deinen Mann!
(alleine schon zu deiner Beruhigung)

Verstehen mit den Methadone kann ich das schon, also den Wechsel von Metha auf Sufentanyl
aber da sind Wir doch die Laien und sollten dem Verhalten der Aerzte schon ein wenig Vertrauen schenken!

Ansonsten wuensche ich Euch beiden viel Kraft das Ihr das uebersteht! troest.gif

Ganbatte


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Practicus
Beitrag 21.4.2010, 12:13
Beitrag #4


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Scheint ja wirklich schlecht zu stehen um deinen Mann, Narkoomi!

Der bedarfsgerechte Ersatz oralen Methadons durch parenterales Morphin ist völlg ok und entspricht dem, was auf Intensivstationen üblich ist. Morphin iv wirkt sehr schnell und lässt sich nach Pupillenweite sehr gut "titrieren". Orales Methadon wird individuell sehr unterschiedlich resorbiert, parenteral (also iv) hat es eine sehr stark verzögerte Wirkung (Maximum erst nach ca 7 Stunden unabhängig von der Art der Zufuhr), das kann den Patienten gefährden.
Wenn er seit über einer Woche im künstlichen Koma ("tiefe Analgo-Sedierung) liegt, sollten keine Alkoholentzugserscheinungen mehr vorliegen, eher muss man da bei ausreichender Opioidzufuhr an ein so genanntes "Durchgangssyndrom" denken, eine bei schweren Akuterkrankungen oder auch nach Operationen häufige "hirnorganische Störung". Zudem kann auch hochdosiertes Morphin ein delirantes Krankheitsbild auslösen.
Ein Durchgangssyndrom klingt meist von alleine ab, ob Restschäden (zB Wernicke-Enzephalopathie oder Korsakow-Syndrom) bleiben, wirst du abwarten müssen.

Der Rat des substituierenden Arzte, "lieber Wodka" zu trinken, ist an Inkompetenz nicht zu überbieten. Der Leber ist es egal, ob der Alkohol innerhalb oder ausserhalb des Körpers verdünnt wird, da zählt nur die absolute Tagesmenge. 0,7 Liter Likör 25% oder 3.5 Liter Bier zu 5% sind da völlig gleichwertig.

Hepatits C und Alkohol sind eine tödliche Kombination, die Leber wird da innerhalb weniger Jahre völlig ruiniert. Der Arzt deines Mannes hätte schon längst eine selektive Beigebrauchsentgiftung erzwingen oder die Behandlung beenden müssen, um den Vorwurf eines Behandlungsfehlers zu vermeiden.

Ich lege in meiner Praxis großen Wert darauf, dass die 0.0-Promille-Grenze für die Vergabe eingehalten wird, so sind die Klienten wenigstens einmal am Tag nüchtern.

Ich wünsche Euch einen guten Verlauf der Geschichte

Gruß

Praxx
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Narkoomi
Beitrag 22.4.2010, 14:32
Beitrag #5


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ZITAT(Fern-Ost @ 21.4.2010, 11:34) *
Auf jedenfall seinen behandelnden Arzt einweihen und auch zu rate ziehen,
immerhin substituiert er ihn und hat wohl auch ein minimum an Ahnug ueber die Materie, sowohl als auch von deinen Mann!
(alleine schon zu deiner Beruhigung)

Verstehen mit den Methadone kann ich das schon, also den Wechsel von Metha auf Sufentanyl
aber da sind Wir doch die Laien und sollten dem Verhalten der Aerzte schon ein wenig Vertrauen schenken!

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Lieber Fern-Ost,
sein Subst,-u. Hausarzt weiß Bescheid, aber er zeigte nicht die geringste Regung. Alleine die Blutwerte, die vor ca.3Wochen bestimmt wurden, hätten ihn "aufhorchen" lassen müssen. Er hat meinen Mann ja schon mal wg. Thrombozytopenie (ich glaub,zu wenig weiße Blutkörperchen) zu einem Hämatologen geschickt, der die Werte allerdings nicht für bedenklich hilt, an Ort und Stelle erneut testete und meinte, auf dem Transport zum Labor hin können schon ne ganze Menge "kaputtgehen".Dieser Arzt ist eigentlich klasse, ich war damals (1994) wg. meiner Hep C dort zur Vorstellung und er machte als erstes einen sehr gründlichen Ultraschall. Lacht nicht, aber bei meinem Mann ist die letzte Sonographie bestimmt schon Jahre her (mind.5) !! Ich habe immer gesagt, dass doch wenigstens mal ne Sono gemacht werden muß, aber niemand hielt das wohl für notwendig. Verstehe ich einfach nicht. Allerdings ist mein Mann auch einer derjenigen, die Du zum Arzt tragen mußt(in der Regel muß es ihm dann schon sehr schlecht gehen, aber selbst dann zögert er es immer noch heraus).
Das Sufenta und das Dormicum sind ja nur für das "künstliche Koma" da, er bekommt ja Morphin (ich weiß jetzt nicht, ob er es immer noch kriegt).
Und danke Dir @Praxx für die ganzen super Erklärungen. Immer mehr Leute erzählen mir, dass man den Doc doch anzeigen müsse, aber meiner Meinung nach gleicht das einem Kampf gg. Windmühlen. Ich wurde vom behandelnden Arzt gefragt, ob ich das gehört hätte, das er zu ihm gesagt habe, er solle doch lieber Wodka trinken als was anderes, dann würde man keine Krampfader i.d. Speiseröhre kriegen. Leider war ich nicht dabei, aber das glaube ich meinem Mann (der Doc ist russischer Abstammung, klar, dass er Wodka empfiehlt) !!!??? Allerdings wußte ich bis neulich ja gar nicht, dass die "Voraussetzung" für Ösophagus-Varizen eine Leberzirrhose ist, dachte immer, das könne man auch durch extrem vielem Sodbrennen oder so kriegen.
Ja, gestern abend hab ich mit einem der Ärzte gesprochen (telefonisch) und der sagte mir, es würde ihm einen "Hauch" besser gehen, aber der Zustand sei nach wie vor lebensbedrohlich (er hat doch tatsächlich noch ne leichte einseitige Lungenentzündung dazubekommen, wohl ganz oft bei Beatmungspatienten). Hab dann auch erst erfahren, dass Nierenprobleme aufgetaucht waren, toll, wußte ich auch nicht. Nun ist in der Akte vermerkt, dass ich als Ehefrau alles als erste erfahre (alles, außer "es geht ihm besser oder schlechter). Vorher hatten ja schon Schwiegermutter und 2 seiner Schwestern auch mit Ärzten gesprochen und Schwiegermuddern macht dann immer die Pferde scheu. Kriegte öfters Anrufe, in denen mir Sachen mitgeteilt wurden, die mir gar nicht bekannt waren. Dem hab ich jetzt einen Riegel vorgeschoben, muß ja wohl nicht sein so was.

Danke Euch allen für die guten Wünsche und die Anteilnahme. Wir können nur hoffen, hoffen und nochmals hoffen.
Wollte heute nachmittag mit ner Nachbarin ins KH fahren, da werde ich dann wohl wieder mehr wissen, halte Euch auf dem Laufenden.
LG.....Bine

Der Beitrag wurde von Narkoomi bearbeitet: 22.4.2010, 14:39


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Sonne
Beitrag 23.4.2010, 15:08
Beitrag #6


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liebe narkoomi,

zum thema ist mittlerweile schon so viel geschrieben, dass ich nicht wüsste, was es Dir / Euch weiter hilft, wenn ich nun auch noch meinen Senf zu gebe.

Sei Dir aber bitte gewiss - weil, dass ich Dich mag, weißt Du ohnehin, dass ich an Dich, Deinen Mann und Deine Kinder ganz besonders denken werde die nächste Zeit.

Von Herzen alles Gute
Sonne


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Narkoomi
Beitrag 24.4.2010, 12:28
Beitrag #7


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So..kurzes update. War grad für ca. 20min. im KH. Habe gesehen, dass das Dormicum weggenommen wurde, Sufenta kriegt er noch, aber in seiner Akte habe ich ganz deutlich gelesen: Methadonentzug !!!
Also, scheint er ja auch kein Morphium mehr zu bekommen( war nicht bei den Medikamentengaben vermerkt, was letztens noch der Fall war), er war recht unruhig und unheimlich naßgeschwitzt. Jedesmal, wenn ich den Arzt drauf angesprochen habe, wurde mir immer gesagt, er bekäme ja morphinhaltige Präparate.
Dann widerum hieß es ja, das Sufenta halte ihm im Koma. Natürlich mache ich mir jetzt Sorgen, wenn er dieses Wochenende evtl. wachwerden sollte (was gut möglich sein kann lt. schwester), dann müßte er doch wirklich entzügig sein. Ich bin nach wie vor der Meinung, das man das Metha nicht so einfach weglassen kann, zumal ja jetzt schon Methaentzug vermerkt ist. Leider kann ich am WE auch seinen Arzt oder sonst wen nicht erreichen.
Würde mich nochmal interessieren, was Praxx dazu sagt..(andere natürlich auch)

@Sonne: Danke Dir für die lieben Worte....ähmm, wir haben nur ein Kind zwinker.gif


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Sonne
Beitrag 24.4.2010, 21:56
Beitrag #8


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hi süsse,

was ein mist, was du da schreibst, dass deinem Mann nun wohl auch das WICHTIGSTE überhaupt gestrichen worden ist. Nämlich eine normal ausreichende Menge an Opiat in welcher Form auch immer.

Einen Rat in dem Sinne kann ich Dir an dieser Stelle nun leider auch nicht geben, zumal wir Wochenende haben und gewisse "zuständige" Stellen ggf. nur notfallbesetzt sind; wenn überhaupt.

Das einzige was ich Dir sagen kann, was ich in einem etwa vergleichbaren Fall eigenmächtig gemacht habe:
Ich habe derjenigen Person schlicht und einfach von meinem Zeugs die Menge gegeben, welche ES gewohnt war und auch vertragen hat.

Ferner bin ich ohne Wort oder Erklärung an der Sekretärin vorbei zum Chefarzt bzw. Klinikleitung gelaufen und habe dort heftigst mit der Faust auf den Tisch gehauen.
Zunächst mal wollten sie mich abwimmeln. Als sie merkten, dass das nicht ging, die Bullen rufen und dann aber haben sie mir doch zugehört und die Person wurde umgehend entsprechend versorgt. Bitte verstehe mich, dass ich in diesem Fall nicht all zu weit ausholen möchte, zumal ja eine DRITTE, hier UNBETEILIGTE Person genannt wird.


Aber im Notfall, hau dort im Krankenhaus wirklich einfach auf die sog. SAUBOLLE!!!
Und vorallem eines: ES ist jetzt zwar Wochenende, aber spätestens ab Montag sollte doch auch Dein / sein / Euer Substi-Arzt sich einsetzen, dass das mit der Versorgung funktioniert.


Weiterhin alles Gute
und bitte verliere nicht die Hoffnung auf eine Besserung, auf ein gutes Ende.
Ich weiß, es hört sich in solch Situtationen immer doof an...

Alles, alles Liebe
Sonne

Der Beitrag wurde von Sonne bearbeitet: 24.4.2010, 21:58


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Narkoomi
Beitrag 25.4.2010, 08:07
Beitrag #9


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Ja, natürlich werde ich mich darum kümmern, aber er liegt auf der Intensiv (ist nach wie vor im künstl. Koma). wie bitte schön soll ich ihm da Metha verabreichen, da käme doch eh jede 2. Minute einer rein, außerdem würde ich mich das gar nicht trauen und auch nicht machen.
Werde morgen mal hören, was unser "toller" Subst-Doc für einen Ratschlag (wenn es ihn denn überhaupt interessiert) gibt. Kann mir ehrlich gesagt bei dem nicht vorstellen, dass der was unternimmt, außerdem tun die Klinikärzte doch eh, was sie wollen. Werde auch zusätzlich morgen nochmal mit seinem Drogenberater telefonieren (wollten wir eh machen), zur Not laufe ich mit dem da auf. Ob das alles was bringt, weiß ich nicht. Mußte auch leider feststellen, dass der Arzt, der für meinen Mann zuständig ist, so einer vom alten Schlag ist (@Praxx, bitte jetzt nicht persönlich nehmen..wg. Alter oder so), aber der scheint mir überhaupt kaum Plan davon zu haben, im Gegensatz zu dem anderen Doc, der aber leider nicht für meinen mann zuständig ist (je 2 Ärzte pro Patient, so ungefähr jedenfalls).
Auf jeden Fall werde ich weiter kämpfen.
LG

Der Beitrag wurde von Narkoomi bearbeitet: 25.4.2010, 08:08


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Fern-Ost
Beitrag 25.4.2010, 14:24
Beitrag #10


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ZITAT(Sonne @ 25.4.2010, 05:56) *
Das einzige was ich Dir sagen kann, was ich in einem etwa vergleichbaren Fall eigenmächtig gemacht habe:
Ich habe derjenigen Person schlicht und einfach von meinem Zeugs die Menge gegeben, welche ES gewohnt war und auch vertragen hat.


So mache das aber lieber nicht, denn dies kann arg in die Buechs gehen. narf.gif
Wenn Du es dennoch machen moechtest gib Ihn hoechstens 20% seiner gewohnten Dosis
da viele Medikamente die Methadon-Wirkung potenzieren "koennten",
ausserdem bekommt er ja (vielleicht doch) noch Morphin!

Was ich mir vorstellen kann, also warum er das Methadon abgesetzt bekommt ist das Sie sein "Bewusstsein" benoetigen,
Methadon hat einfach einen Riesengrossen Einfluss (bin selber immer wieder auf's neue ueberrascht) auf den gesamten Koerper!


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Narkoomi
Beitrag 27.4.2010, 08:44
Beitrag #11


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Soo, bin gestern in die Praxis zum Substi-Doc, um meine Methaddict abzuholen. Der Doc wußte ja schon von meinem Schwager, dass mein mann im KH liegt. Als erstes hieß es toternst, ich muß zum Doc rein, was mir schon klar war. Aber was dann kam, war echt nicht zu überbieten. Der Typ baute sich vor mir auf und schrie mich an, ich hätte ihn betrogen, er könne mich anzeigen, wenn er wolle (über seine Betrügereien bei den UK´s z.B. hab ich das Maul gehalten), der hat mich nicht zu Wort kommen lassen. Ich hatte doch, als mein Mann schon im KH war, aber noch nicht im Koma lag, sein Metha mitgenommen und das ins KH gebracht (hier in dieser Stadt ist es immer ratsam, sein Metha mitzunehmen, weil ich aus eigener Erfahrung auch schon mal 2 Tage ohne dastand, obwohl die das ohne Probs besorgen könnten). Nun gut, er schrie mich an (hatte aber selbst noch nicht einmal mit dem KH telefoniert, wollte das auch nicht), ich solle gefälligst die Tabl. wiederholen, für mich nehmen und dann hat er mir noch ne Visitenkarte in die Hand gedrückt und gesagt, dass die STation sich ja bei ihm melden könne. auf meinen Einwand hin (ich kam erst zum Sprechen, als die Sprechstundenhilfe dabei war), dass die ja aber trotzdem nicht reichen würden (ich bekomme 14Stck. für die woche, mein Mann 10,5/Woche), sagte er nur in etwas leiserem Ton, ich solle die erstmal nehmen und dann könnte ich mich ja mal wieder melden, dann würde man ausrechnen, was fehlt und ich kann die ggf. nachhaben. Zack, ich also keine Metha bekommen für die Woche und rauskomplimentiert.
Okay, ich sehe ein, dass ich die nicht hätte mitnehmen dürfen, aber es waren die ersten Tage, ich stand eh noch völlig neben mir. Shit, war ich fertig, jetzt hat er mal sein wahres Gesicht gezeigt. Mir erzählen, ich dürfe das nicht, mir aber das BTM meines Mannes (unerlaubte Abgabe an Dritte..lt. Praxx) immer mitgeben sonst. Bin ernsthaft am überlegen, ob ich mir jetzt einen anderen Arzt suchen soll, kann heute erst meinen Drogenberater erreichen. Und ich überlege ernsthaft, ob ich nicht doch die KV einschalten soll, er rechnet UK´s ab bzw. läßt uns für UK´s unterschreiben, die nie stattgefunden haben (würden wir nicht unterschreiben, würden wir das Metha nicht kriegen).
Boh, bin immer noch fertig. Nachmittags rief dann eine Ärztin ausm KH an, ob ich als Betreuerin für meinen Mann fungieren möchte, denn sie wollen jetzt einen Trachealtubus durch die Luftröhre legen, sie müsse aber erst das Amtsgericht benachrichtigen. Was soll ich davon halten, mit dem Gericht, dachte, sowas wäre nur bei Entmündigungen oder so der Fall. Gut, Mann kann ja nix unterschreiben, die brauchen für chirurgische eingriffe eine Unterschrift...muß da gleich hin ....ansonsten: Zustand unverändert !!! Kritisch.

@Praxx: Wenn Du das liest, was sagst Du bezüglich des Substi-Arztes??? Was kann oder sollte ich tun, soll ich überhaupt was tun???


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Mevaloti
Beitrag 27.4.2010, 20:20
Beitrag #12


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ach Bine, dass ist echt heftig. Du scheinst in der schlimmen Situation unerträglich viel Pech zu haben. Einfach krass, was der Substi-Doc da abzieht. Er kann dir doch dein Metha geben und selbst im KH anrufen und die Tabletten zurückfordern.
Klar hast du dich nicht richtig verhalten, dnbn sobald man stationär ist, übernimmt das KH die Versorgung mit dem Substitut. Aber in der Ausnahmesituation, wer kann da schon klar denken, du hast es doch nur gut gemeint.
Dein Arzt wird den Terror machen, weil es ja schon merkwürdig erscheint, wenn die Ehefrau das BTM für ihren Mann ausgehändigt bekommt. Jetzt wird er sich ertappt fühlen.
Ein Arztwechsel wäre sicher das beste, von einem Vertrauensverhältnis ist doch nicht mehr zu sprechen. Ist ein rascher Wechsel bei euch möglich? Gibt es genügend Plätze? Stelle dich umgehend in anderen Substi-Praxen persönlich vor, schildere deine Situation, erzähle, dass du ein Kind hast und was vorgefallen ist (ohne deinen Arzt schlecht zu machen)

Bei uns kommunizieren die Ärzte und KH viel miteinander, der Substi-Patient hat gar keine Möglichkeit, da mit drin rumzupfuschen. Dient der Kontrolle, aber auch der Entlastung des Patienten. Den es ist nicht Aufgabe des Patienten, BTM-Medikament-Kurier zu spielen.

Viel Kraft weiterhin, falls was ist, du hast ja meine Nummer...
troest.gif MEvaloti


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Narkoomi
Beitrag 28.4.2010, 07:13
Beitrag #13


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Danke Meva, ja, ich denke jetzt ernsthaft an einen Wechsel, leider ist mein/unser Drogenberater erst am FR wieder da, aber da können mir auch die anderen helfen (es gibt bei uns in der einen Anlaufstelle einen Arzt, der dort substituiert, bloß ich müßte da jeden Tag hin und wäre wieder mitten in der Szene). Irgendwas wird da passieren. Zu dem Mitgeben: Das machen die ja immer so, entweder hat mein Mann für mich mitgekriegt oder ich das für ihn (also immer beide Tüten mit den Tabletten).
So, kurzes update: Mann bekommt seit gestern Pola, soll aber ab morgen dann seine Methaddict Tabletten bekommen, über die Magensonde.
Hatte ein langes und gutes Gespräch mit dem Arzt, hab gestern erst gemerkt, dass der sich doch verdammt gut auskennt. Er erzählte mir, das mein Mann kurz vorm Aufwachen war, dann aber wohl so "ausgetickt" ist, das sie ihn sofort wieder sedieren mußten..er hat u.a. auch Clonidin bekommen gg. den Entzug und das habe "Wunder gewirkt" so der doc. Zustand ist unverändert, er bekommt heute einen Trachealtubus für die Beatmung gelegt, ich mußte für ihn unterschreiben (bin jetzt quasi seine "Betreuerin", das lief sogar übers Amtsgericht ), muß alles unterschreiben.
Als ich kurz am Bett war, hab ich mich erschrocken, das Wasser im Körper scheint immer mehr zu werden, er sieht aus wie ein Marshmallow-Mann, furchtbar. Kriegt jetzt auch noch Ketamin per Perfusor, Sufenta wird runtergesetzt, Dormicum auch wieder angeschlossen und was weiß ich nicht noch alles. Na, dass mit dem Metha war mir am wichtigsten, ich hoffe,dass das Aufwachen lassen jetzt bald mal gelingt.
LG


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Practicus
Beitrag 4.5.2010, 13:10
Beitrag #14


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erst mal sorry - war ein paar tage nicht auf der seite...


ist schon irgendwo typisch für krankenhausärzte... "wenn er sowieso im künstlichen koma liegt, könen wir ihn auch gleich entgiften, kriegt ja nichts mit".... aber keine ahnung haben, wie ein pola-entzug aussieht und wie lang der dauert!

metha in der praxis abholen, obwohl der patient im kh liegt, vor allem ohne was zu sagen davon - da würdest du auch bei mir gewaltigen ärger kriegen!

ab aufnahme im krankenhaus ist allein und nur das kh für ALLE medikamente, auch das methadon, zuständig. solang der patient im kh liegt, darf ein niedergelassener arzt keine leistungen für diesen patienten erbringen und auch keine rezepte schreiben - egal wofür! ein rezept eines niedergelassenen arztes, ausgestellt UND eingelöst während einer stat. behandlung des patienten, wird edv-mäßig sicher erfasst und in regress gestellt...

natürlich hat dein substi-arzt jetzt einen mords bammel, er könnte mit seinen großzügigen, wenn nicht laxen oder gar betrügerischen methoden unangenehm auffallen

was deinen mann angeht und die beschriebenen symptome, wünsche ich euch zwar das allerbeste, bin jedoch eher pessimistisch, was die prognose angeht...

liebe grüße

praxx
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Sonne
Beitrag 4.5.2010, 22:55
Beitrag #15


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hi prax,

dazu habe ich jetzt aber mal ganz schlichte frage, einfach weil der Anlaß es mit sich bringt.

Ich bin im Programm, habe auch einen aktuellen Substi-Ausweis. Nun nehmen wir an, ich habe einen Unfall, komme ins Krankenhaus, bin vorübergehend nicht ansprechbar, schlimmstenfalls im Koma.

Wie kann es denn nun sein, dass das mir notwendige Mittel in solch einem Fall "leichtfertig abgesetzt oder gegen was anderes ersetzt" wird. Denn schließlich steht ja in meinem Substi-Ausweis, dass mein Substitut nicht abgesetzt und auch nicht gegen was anderes ersetzt werden darf ohne vorherige Rücksprache mit meinem behandelnden Subst-Arzt.

Also wie kann / darf denn sowas überhaupt passieren, was jetzt dem Mann von Narkoomi widerfahren ist???

dank für antwort
sonne


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Narkoomi
Beitrag 5.5.2010, 08:36
Beitrag #16


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@Praxx: Danke...ne, mir ist ja bewußt, dass ich falsch gehandelt hab, hat sich aber alles geklärt.
Hmmm, vorgestern war mein Mann schon raus aus´m Koma, war aber neurologisch gesehen (so drückte sich der Stationsarzt aus) noch nicht da und das wäre kein gutes Zeichen, aber die Neurologen müßten erst noch untersuchen, er reagiere auf nichts!!
Gestern war ich dann im KH, die Oberärztin wollte mich eigentlich sprechen, es war aber ein Notfall eingeliefert worden, also soll ich heute nochmal anrufen, evtl. auch hin.
Es macht keinen guten Eindruck, er scheint wieder im Koma zu liegen, hat wieder ne Lungenentzündung und noch ne Menge mehr Medikamente. U.a. hat er jetzt sogar einen " Zugang" in der Leistengegend.Der Anblick ist furchtbar, die Zunge hängt ihm aus dem Mund und er liegt einfach nur da.
Nächste Woche muss ich zum Amtsgericht, weil ich ja als seine Betreuerin eingesetzt wurde, hoffentlich kommt da nicht noch eine sehr schwere Entscheidung auf mich zu....habe keine gutes Gefühl.
Ich bin auch nur noch ein Schatten meiner selbst, hab auch wieder 2o.3 kg an Gewicht verloren, bin hier nur am Bescheinigungen zusammensuchen, Anträge und und und. Toll, hier sind Sachen liegengeblieben, die ich jetzt alle finde und irgendwie abklären muss.
Tja, heute werde ich dann wohl mehr erfahren, aber mir graut vor dem Gespräch.
Danke Euch allen
LG
Bine


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Beitrag 5.5.2010, 23:06
Beitrag #17


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hi tapfere omi...

klingt alles nicht ermutigend... der zugang in der leiste ist wahrscheinlich ein arterieller anschluss für die hämofiltration, um bei einem versagen der nieren das wasser und die harnpflichtigen stoffe aus dem körper zu bekommen... oder man hat eine gefäßdarstellung der hirnversorgenden blutgefäße gemacht und die schleuse liegen lassen ... oder einen porto-kavalen shunt angelegt um den druck im pfortaderkreislauf zu senken

ich fürchte, dein mann rutscht in ein nicht mehr umkehrbares multiorganveragen...

alles liebe, omi...

@ sonne

in einem solchen fall müsste der substi-ausweis erst mal gefunden und als solcher erkannt werden... da die klinik nicht weiss,wann du deine letzte dosis bekommen hast, und die meisten krankenhäuser probleme mit der beschaffung von methadon/polamidon zu unzeiten (nachts/wochenenden) haben, wird wohl abgewartet, bis entzugserscheinungen auftreten und dann entschieden, ob eine infusion mit mophin oder fenta angelegt oder einfach in analgo-sedierung entgiftet wird... der substi-arzt ist gegenüber dem krankenhausarzt nicht weisungsbefugt, da entscheidet letztlich der chefarzt, ob "der junkie sein zeugs bekommt" oder nicht...

gruß

praxx
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Sonne
Beitrag 7.5.2010, 01:22
Beitrag #18


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Praxx, dank dir für die Antwort. Also meinen Subst-Ausweis habe ich immer direkt neben bzw. um meinen Personalausweis. Das Finden wäre somit also kein Problem.

Bei dem weiteren was Du schreibst, dass die letztendliche Entscheidung über meine Versorgung dann beim jeweiligen Arzt im Krankenhaus liegt...
... nun ja, da kann man sich dann natürlich fragen, wozu es sowas wie einen Subst-Ausweis überhaupt gibt.

Wobei ich aber auch mal denke, dass ein Arzt (also der im Krankenhaus) seinen Beruf und die Belange der Patienten insofern ernst nimmt, dass er dann eben Rücksprache halten würde mit meinem Subst-Arzt; ferner habe ich meine Mutter und meinen Ex-Freund im Ausweis angegeben, dass auch diese im Notfall Ansprechpartner sind.


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Narkoomi
Beitrag 7.5.2010, 08:49
Beitrag #19


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So...kurzer Bericht.
@Praxx: Wirst Du wohl leider recht haben.
Ich hatte vorgestern einen Termin bzw. ein Gespräch mit der behandelnden OÄ .
Jetzt hat mein Mann eine neue Lungenentzündung und recht hohes Fieber bekommen. Er ist nach wie vor tief sediert (so, dass er keinen Stress hat, sagte man mir). Jedenfalls sieht es sehr schlecht aus. Von der Leberzirrhose her wäre er wohl noch in der Lage, zu leben, vorausgesetzt er hält so einige Sachen ein. Allerdings besitzt sein Körper überhaupt keine Kraft bzw. Abwehrkräfte mehr...wurde mir gesagt. Es erfolgte die Aufklrung, das sie alles an Therapie bei ihm versucht haben, was man tun konnte, es hängt jetzt alles von seinem Körper ab, ob er das noch mal schafft, die Chancen stehen aber sehr schlecht. Und das mit dem Organversagen wurde mir auch so gesagt, entweder setzt eins nach dem anderen aus oder alles auf einmal. Die Therapie wird jedenfalls nicht mehr weiter "hochgefahren"...da alles Erdenkliche getan wurde.
So blöd es klingt, ich hab es irgendwie geahnt. Oh man, irgendwie passt es ja zu ihm, einfach umfallen und weg......
Tja, mehr kann ich nicht mitteilen, am Wochenende kommt sein Vater (nach 35 Jahren) um seinen Sohn zu besuchen, meine Schwiegermutter ist völligst fertig, das wäre schon ihr zweiter Sohn, den sie verlieren würde.
Ich halt Euch mal auf dem Laufenden....alles Leute drücken mir die Daumen, aber es liegt jetzt nicht mehr in den Händen der Medizin.
LG


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Und der Haifisch, der hat Tränen und die laufen vom Gesicht. Doch der Haifisch lebt im Wasser, so die Tränen sieht man nicht.
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hallole309
Beitrag 15.5.2010, 20:38
Beitrag #20


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Ich mache mir da langsam Sorgen um Narkoomi. Sage doch bitte mal, wie es Dir und Deinem Mann geht, ich befürchte ja schlimmeres, da Du Dich nicht meldest. Bitte gebe mal ein Zeichen. Danke
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