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Buprenorphin von Dura-/Mylan, Verträge einiger Kassen
Tramadol0r
Beitrag 23.4.2011, 21:22
Beitrag #1


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Hallo Forum zwinker.gif

sicher habt Ihr es auch schon mitbekommen: Einige Kassen haben entsprechende Verträge mit der im Titel genannten Firma und das wiederum hat zur Folge, dass viele Patienten die mit Subutex© substituiert weden nun das Generikum erhalten. Die Tabletten sind deutlich kleiner als die Subutex und lösen sich auch in rund 5 Minuten vollständig im Munde auf. Geschmacklich sind sie okay, vom Gefühl unter der Zunge eigentlich soweit auch. Laut der offiziellen Studie soll die maximale Konzentration an Wirkstoff im Blut/Körper sogar ein bisschen höher sein als bei Subutex, wohingegen dieses jedoch dafür rascher seinen maximalen Spiegel aufgebaut haben soll.
Ich war zuerst nicht begeistert, da Ich mich an Subutex sehr gewöhnt habe und der Geschmack und die Auflöszeit usw. schon ziemlich wichtig für mich sind/waren. Mal schauen, ob sich das Präparat langfristig am Markt halten wird. Wenn Ich es mir aussuchen könnte, dann würde Ich gerne beim Subutex bleiben. Andererseits lasse Ich mich jetzt einfach mal drauf ein.
Da Ich ausschließlich s.l. appliziere, spielt für mich "das Talkum" keine Rolle. Für all die injizierenden Patienten ist das jedoch ein Fausthieb... Scheinbar ist auch der nasale Konsum ziemlich schädlich. Ich bin sicher, dass einige der nicht-s.l-Patienten oder gar die meisten ihre Konsumform nicht umstellen können.

Frohe Ostern und schöne Tage euch,

Tramadol0r
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sheol
Beitrag 24.4.2011, 23:36
Beitrag #2


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naja, jeder der pillen nasal nimmt riskiert ne lungentalkose (außer er löst das zeug in wasser, filtriert es mit einem microfilter und lässt die lösung eindampfen)
(grundsätzlich sehe ich da rektalen konsum auch als gesünder an, talkum im popo ist nicht so schlimm, raus kommter ja eh zwinker.gif )

kann man irgendwo rausfinden, welche kassen da rabattverträge gemacht haben? und was mich ja besonders interessiert- was ist wenn man das missbrauchssichere drogenwunder subuxone bekommt? im endeffekt ist das ja nicht gleichwertig, oder?

(wobei ich vermute, dass ich wegen dem naloxon im subuxone regelmäßig 40minuten nach einnahme bauchkrämpfe und flitzekacke bekomm. bei bupre solo gabs das nie :/ und naloxon ist ja auch bei oxy/targin beigegeben um die obstipation abzuwenden. dreckszeug)


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Practicus
Beitrag 25.4.2011, 11:49
Beitrag #3


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ist schon irgendwie lustig... tilidin-verwender nehmen wesentlich höhere naloxon-dosen und haben damit überhaupt keine probleme...
in suboxone ist naloxon mit 2mg auf 8mg eigentlich sehr niedrig dosiert, ich habe patienten, die jeden 2. Tag 24mg suboxone als einzeldosis bekommen und keine probleme haben, ist ja auch nicht zu erwarten, 100mg tilidin comp enthalten zb bereits 8mg naloxon
wer heute suboxone bekommt, wird das auch weiterhin bekommen, also take-home-patienten und trickser, die abspucken oder sonstwie tabletten aus der praxis schaffen wollen
der rest wird aus kostengründen das generikum erhalten - wichtig dabei: wirklich ohne jede lutschbewegung im mund zergehen lassen, sonst wird zu wenig wirkstoff resorbiert!!!
mit den preiswerteren generica wird natürlich der einsatz von buprenorphin zunehmen, also öfter die ersteinstellung direkt auf bupre erfolgen.
nicht vergessen: die substitutionsbehandlung soll euch ja nach der auffassung des verordnungsgebers nicht ein angenehmes high "auf kasse" verschaffen, sondern eure gesundheit schützen, soziale integration ermöglichen und irgendwie für therapeutische zwecke genutzt werden (stichwort PSB)

lg

praxx
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sheol
Beitrag 26.4.2011, 17:39
Beitrag #4


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ich mag tilidin nicht so, weil ich von dem zeug durchfall bekomme.

deshalb kam ich ja erst auf die idee dass es evtl am naloxon liegt. hab mal 200mg tilidin genommen-durchschlagendes ergebnis. bei targin, da war das nicht so unangenehm(aber noch merkbar), da oxycodon wohl stärker verstopfend wirkt und die euphorie wiegt die halbe stunde klobesuch auf. deutlich. aber bei tilidin lohnt das einfach nicht. und bei bupre-ja, könnt halt aufhören und es wieder illegal besorgen. aber das halt auch keine lösung, imho.

ich bekomme von der menge bupre keine verstopfung. ich hatte die auch schon nicht, als ich nur burpre solo nahm. eher im gegenteil: endlich keinen reizdarm mehr.
bisher sind keine organischen ursachen gefunden worden und pfefferminzöl und so homöozeug hilft auch nicht.


@schmugeln/take-home
muss eh sichteinname machen, da koennte er mir ja subutex geben. bin ja noch nicht lang genug in behandlung um take home zu bekommen (also länger als mal ein wochenende)
bei take home muss das dann gehen, aber dann kann ich ja dann selbst bestimmen, wann ich es einnehme so dass ich 40min-1h später aufs klo kann. zuhause ist kacken schon gemütlicher als in nem öffentlichen klo, besonders wenn man durchfall hat.

"wer heute suboxone bekommt, wird das auch weiterhin bekommen, also take-home-patienten und trickser, die abspucken oder sonstwie tabletten aus der praxis schaffen wollen"

implizierst du, dass die leute die subuxone bekomme, dies (ausschliesslich) deshalb bekommen, weil sie -entweder betrogen haben/wollten(und erwischt wurden) oder weil sie take home bekommen?
die möglichkeit, dass ein Arzt generell (aussage des arztes) kein subutex mehr abgibt, taucht in deiner aufzählung nicht auf. ist das so weil du sie nicht bedacht hast oder weil du sie als nicht zutreffend erachtet hast?



klar muss ich mich halt damit abfinden. ich hoffe einfach, dass sich mein darm irgendwann an das zeug gewöhnt oder noch besser: einfach keine beschwerden mehr verursacht. wenn er es nicht tut.. hm. runterdosieren, dann mal schauen. ich geb mir noch 2 monate.


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Tramadol0r
Beitrag 27.4.2011, 19:03
Beitrag #5


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Also ich bekomme Subutex, kein Suboxone und das auch als Take-Home für jeweils eine Woche. Ich studiere desweiteren sehr erfolgreich und wenn es möglich wäre, dann wäre eine Rezeptdauer von 14 Tagen schon wesentlich bequemer. Ich hoffe, dass sich da alsbald noch etwas tun wird in den Richtlinien.
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Practicus
Beitrag 27.4.2011, 21:43
Beitrag #6


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ich kann da nur schreiben, wie ich es mache, definierte richtlinien dazu gibt es nicht, da geht es grundsätzlich erst mal um den preis... ich muss jede "teure" verordnung, also pola-rezepturen oder auch bupre-rezepte, mit einer medizinischen bzw btm-rechtlichen begründung untermauern können.

ich muss als arzt zB jederzeit beweisen können, dass ich alle zumutbaren anstrengungen unternommen habe, um die sicherheit im btm-verkehr zu gewährleisten.

bei mir kam schon mal die polizei(!) und ließ sich demonstrieren, welche organisatorischen vorkehrungen ich ergriffen habe, um das herausschmuggeln von substitut aus der praxis zu verhindern - ein besonders trickreicher klient hatte trotz "sichteinnahme" über monate seine subutex aus der praxis geschmuggelt, verkauft und sich dafür schore besorgt, die tricks hätten aus dem "magischen zirkel" stammen können.

hätten die fahrlässigkeit bei mir oder meinem personal festgestellt, hätte ich ein verfahren wegen "unerlaubtem in verkehr bringen von btm" an der backe gehabt...

lg

praxx
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sheol
Beitrag 30.11.2011, 03:16
Beitrag #7


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Finds seltsam, dass das Subuxone noch immer als sicher gilt. Ich kenne so viele leute, die es nasal nehmen. Und auch anders.. ich kenne jemanden, der Targin iniziert hat-subuxone allerdings nicht. Rektalkonsum ist auch bekannt. Und das alles ohne irgendwelche disziplinierenden Entzugseffekte. Offensichtlich ist das zeug also eine dezente Geldverschwendung[sieht man von dem leckeren Geschmack ab]-warum wird es noch verwendet?


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Practicus
Beitrag 1.12.2011, 13:48
Beitrag #8


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da buprenorphin eine enorme affinität zum µ-rezeptor hat, kann weder naloxon buprenorphin in nennenswertem umfang vom rezeptor verdrängen noch umgekehrt. suboxone nasal oder iv verursacht deshalb keinen akuten entzug. allerdings kann die wirkung des nasal oder iv aufgenommenen buprenorphins erst dann einsetzen, wenn die relativ kurzdauernde (ca 30 min) naloxon-wirkung wieder abgeklungen ist. danach wirkt das buprenorphin, aber den effekt kriegst du auch beim lutschen, es kickt halt nicht beim fixen oder sniefen.
gleiches gilt bei fixen von targin (oxycodon + naloxon). da wird es aber schwierig, wenn noch wirksame mengen anderer opis vorhanden sind, weil die tatsächlich schlagartig rausfliegen.

was es dann noch bringen soll, sich das zeug in die nase zu ziehen oder gar in die blutbahn zu bringen, wenn der kick ausbleibt, erschließt sich mir nicht - wird ne menge aberglaube mitspielen...

lg

praxx
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sheol
Beitrag 1.12.2011, 22:52
Beitrag #9


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Naja, es flutet schneller an. Deutlich. Mag n Kopfding sein, der Unterschied ist da-abgesehen davon braucht man bei nasalem Konsum weniger. Möglicherweise geht da auch dieser Gedanke mit rein, zu viel zu verschlucken..
Jedenfalls- ich habe den Unterschied schon spüren können und kenne eben genug, die seliges behaupten. Und rektal ist einfach nichts fürs tägliche lieben, denke ich mir. Zu unbequem sowas *kicher*

Ich geh davon aus, dass dus noch nie genommen hats? Ich finds halt immer seltsam, wenn Menschen so superüberzeugt sind von einer Sache, aber sebst keiner erfahrung mit gemacht haben-wobei ich Fachwissen ja auch als solche bezeichne. Aber ich weiß nicht, wie gut genug das erforscht ist-ich denke eben nicht, dass alle snur hirnf** s ist. So wie ein gewisser Art bei all seinen Patienten sagt, das Metha würde auch gut mehr als 24 Stunden halten, weil eben der Großteil der leute normal metabolisieren, dann ist jeder entzug nach 30 Stunden immer Einbildung.

Manchmal denke ich-h, warum muss der Doc so arrogant sein[vermutlich ist er es nicht, aber ich empfinde es so] aber andererset kann ich mir vorstellen, was sich solch Arzt täglich an Storys anhören muss.


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Fern-Ost
Beitrag 7.12.2011, 09:05
Beitrag #10


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ZITAT(sheol @ 30.11.2011, 11:16) *
Finds seltsam, dass das Subuxone noch immer als sicher gilt. Ich kenne so viele leute, die es nasal nehmen.


Dieses "Sicher" bezog sich ja ueberwiegend auf den versehentlichen konsum,
zb. durch im Haushalt lebende Kinder,
weil es ja oral eingenommen sein Wirkprofil nicht entfalten kann
sowohl auch als Rauschmittel fuer nicht wirklich manifest Opionauten
da die Atem-Depressive Wirkung nicht zu stark ausgepraegt ist!

Dieses "schneller" Anfluten (IV) ist eigentlich Peanuts,
ich habe irgendwo ne File welche das untersucht hat, da ging es um ca. 10-20min,
allerdings war auch die BV wesentlich ausgepraegter!

Das die Leute dann "total ueberzeugt" sind ist klar!

Der Beitrag wurde von Fern-Ost bearbeitet: 7.12.2011, 09:07


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Tramadol0r
Beitrag 17.12.2011, 22:20
Beitrag #11


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Gibt jetzt auch von Sandoz ein neues Präparat: "Buprenaddicct". Es ist lt. Hersteller Talkum-frei, so dass es auch bei IV-Konsum weniger schädlich ist. Buprenaddicct gibt es erstmalig auch mit 49 Tabletten/Packung.

Die Namensgebung ist schon sehr stigmatisierend, genauso wie bei Methaddicct damals. Abgesehen davon aber sicher ein ganz gutes Präparat. Besitzt auch eine Bruchrille und ist in den üblichen 3 Stärken erhältlich.
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 15.12.2017 - 05:10