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Substitution mit Substitol, eigene Erfahrungen
jimmy63
Beitrag 9.12.2015, 16:24
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Liebe Forum Besucher,
da ich im Netz fast nichts von Betroffenen über die Wirkung, die Vor- und Nachteile von Substitol gefunden habe,
anbei meine eigenen Erfahrungen.
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jimmy63
Beitrag 9.12.2015, 17:00
Beitrag #2


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sorry, es kalppt nicht mit dem Hochladen. Also versuche ich es als Antwort: meine Erfahrung mit Substitol. Zur Vorgeschichte. Ich bin seit den achziger Jahren drauf und habe Substitutionserfahrungen mit Remedacen, DHC Saft, Methadon, Subutex und Polamidon. Im Grunde komme ich gut aus mit Polamidon, habe schon länger keinen Beikonsum, trinke samstags mal zwei Kölsch zum Fußball und das war es. Trotz der hohen Dosis von 115 mg Pola (=230mg Metha.) gehe ich zwei bis dreimal wöchentlich joggen, samstags schwimmen und fühle mich recht gut versorgt.
Als ich dann mitbekam, dass es nun in Köln auch Substitol gab, habe ich mich erst im Netz und dann in Gesprächen mit Leuten die schon umgestellt waren, unterhalten. Was ich hörte klang nicht schlecht, also befragte ich meienen Arzt und wir beschlossen, mich mit einer Dosis von 1600 mg umzustellen. Dann kam der erste Tag. Ich trank in der Vergabe die Pellets und ging heim und wartete. Auf das sich etwas tue. War aber nicht. Leicht enttäuscht ging ich einkaufen, aß zu mittag und verbrachte den Nachmittag in einer Art Halbschlaf. Als ich abends gegen acht wieder richtig wach war dachte ich, gar nicht schlecht für den ersten Tag. Ich hatte da aber auch noch Polamidonreste intus und abends eine Mirtazapin genommen.
Ich konnte einigermassen gut schlafen und erwachte am zweiten Morgen mit ganz leichten Entzugserscheinungen, wegen denen ich aber sehr gut aufs Klo konnte. Punkt acht trank ich die zweite Portion. Es dauerte zwei Stunden, bis ich mich wieder wohl fühlte und ich horchte in mich hinein- Fehlanzeige, keine angenehme Wirkung, geschweige denn Euphorisierung. Abends fühlte ich mich wieder (zu) wach und wartete auf den nächsten Tag. Der dritte Tag verlief wie der zweite, ich fühlte mich stocknüchtern, ohne Entzug. Die Libido meldete sich zurück. Am vierten Morgen gelang es mir, einen mitgebrachten Becher, über den Becher mit den Substitol Pellets zu stülpen und das Pulver mit nach Hause zu nehmen. Hier nahm ich ein Achtel der Menge (=200mg) zermörserte es und schnupfte ein Viertel, dann das Zweite und dann die andere Hälfte im Abstand von je 8 Minuten. Wirkung auch hier, trotz ent-retardierung, gleich Null. Ich ging zum Arzt rein und brach das Experiment ab.
Die Vorteile waren ganz klar folgende: ich konnte jeden Morgen zur Toilette, der Appetit war geringer, das Schwitzen hat sich verringert und die Libido erwachte.
Als Nachteil empfand ich die kurze Wirkdauer und das Wegfallen jeglichen Opiatfeelings. Wie es ist, wenn ich mehr als die Tagesdosis nehmen würde, oder wenn ich es injiziere, weiß ich nicht, auch vom Pola brauche ich mehr als meine Tagesdosis, um was zu merken. Aber beim Po komme ich dafür an anderen Tagen gut mit der Hälfte aus oder kann sogar einen Nulltag überstehen. Für Menschen, die unter der sedierenden Wirkung des Pola leiden, könnte das Substitol eine Verbesserung der Lebensqualität zur Folge haben- ich weiß jetzt, was ich am Pola habe.
Liebe Grüße an Ale und eine schöne Adventszeit. J.O. Holland (jimmy)
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