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H-Ueberdosirung unmoeglich?, Studie heroin ueberdosis
Fern-Ost
Beitrag 8.5.2009, 06:30
Beitrag #1


FOF strong addicted
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Folgende Studie:
Besuche meine Interneteite
Wir diskutieren gerade in einen anderen Forum (Drug-Forum.com) Mythen ueber Heroin.
Jemand behauptet das Heroin ueberdosen fast unmoeglich macht.
Was ist dran an folgender Behauptung:

ZITAT
Nor does a sudden increase in dosage produce significant side effects, much less death, among addicts. In the Philadelphia study, three addicts were given six, seven, and nine times their customary doses--- "mainlined." Far from causing death, the drug "resulted in insignificant changes in the pulse and respiration rates, electrocardiogram, chemical studies of the blood, and the behavior of the addict." 21 The addicts didn't even become drowsy. 22


Diese Studie ist von 1972, gibt es da neues Material?

Ich kann mir das ueberhaupt nicht vorstellen und halte diese Studie fuer einen Mythos

liebe gruesse

Der Beitrag wurde von Fern-Ost bearbeitet: 8.5.2009, 06:32


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Practicus
Beitrag 8.5.2009, 12:35
Beitrag #2


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keine ahnung, ob so eine riskante untersuchung je wiederholt wurde. ich erinnere mich an einen fall aus der schweiz vor ca 10 jahren, als in einer substitutionspraxis durch einen unbemerkten fehler bei der rezeptur der in der praxis verwendeten methadonlösung das komma um eine stelle verrutschte und so die an 12 patienten verabreichte methadonlösung der zehnfachen regeldosis entsprach. wenn ich mich richtig erinnere, gab es dabei 1 oder 2 todesfälle, zwei weitere wurden auf einer intensivstation überwacht - die übrigen patienten erschienen wohl am nächsten tag ganz normal zur vergabe... die quelle weiss ich nicht mehr...

einer meiner patienten erschlich sich wegen angeblicher familienprobleme im ausland eine urlaubssubstituion für 2 wochen. anstatt wegzufahren, konsumierte er in einem hotel einer nachbarstadt in suizidaler absicht 10 tagesdosen methadon oral, ca 1.5 g shore und ca 1g kokain iv sowie 20 tbl diazepam 10 mg oral. er wurde nach etwa 12 stunden komatös aufgefunden, erholte sich unter intensivüberwachung ohne antagonisierung oder zwangsbeatmung so rasch, dass er das KH am 3. tag gegen ärztlichen rat verlassen konnte

anscheinend können hochtolerante personen ein mehrfaches ihrer normalen dosis überleben - verlassen würde ich mich darauf aber nicht! schon eine geringfügige mechanische atembeinträchtigung (zB gebücktes sitzen) kann wohl schon ausreichen, eine gerade noch suffiziente spontanatmung in eine tödliche atemdepression zu verwandeln!

gesichert ist, dass bei opioidnaiven personen dosierungen im therapeutischen bereich tödlich verlaufen können. allerdings habe ich selbst einer opioidnaiven, vor schmerzen schreienden 90-jährigen krebspatientin nach erfolgloser applikation von 20 mg M iv die restlichen 5 ampullen aus der packung (=100mg M-HCl) im bolus injiziert, was der alten dame wider erwarten nur eine ruhige nacht bescherte...

die therapeutische breite von opioiden ist also recht groß, allerdings mit großen individuellen schwankungen...

gruß

praxx
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Fern-Ost
Beitrag 8.5.2009, 13:32
Beitrag #3


FOF strong addicted
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Wie immer ein Danke schoen,
es ist gut aus dem Fundus Deiner reichhaltigen Erfahrungen schoepfen zu koennen! top2.gif

Vorstellen kann ich mir das aber immer noch nicht,
nehmen Wir einmal an das ein Konsument mit einer hohen Toleranz auf einmal
20g. - 50g. nehmen "kann" ohne grossartigen Veraenderungen der Bio-Rhytmen!

mfg und noch einmal top2.gif


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marsupilami
Beitrag 8.5.2009, 14:50
Beitrag #4


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1994 war ich schon so weit "auf der anderen seite", dass der chefarzt der intensivstation
meinen eltern schon mitteilte, dass ich mit größter wahrscheinlichkeit nicht "durchkomme"

zur methadonüberdosierung: nach langzeitkonsum hoher dosen ist eine tödliche methadon
üd sehr schwer zu "erreichen"

sorry für kleinschreib, habs eilig


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Kassel_hustle
Beitrag 10.5.2009, 02:13
Beitrag #5


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eine 6-7 fache dosis wird bei den meisten langzeit hochdosis anwendern kaum eine od auslösen will ich mal so in den raumstellen, allerdings nur aufgrund meiner eigenen erfahrung; meine höchstdosis morphin lag bei 1,8g, leichtes schweregefühl in den beinen, minimale abflachung der atmung.
bei hydro hatte ich im equivalenten bereich sogar noch höhere dosen probiert. ähmlich öfters 10 und 12 jurnista 32mg auf einmal, (enthalten basentechnisch 28,7mg pro tab schreib ich jetzt mal aus dem kopf) also 320-384mg was bei einer potenz von 7,5 umgerechnet werden kann auf 2400-2880mg morphin SULFAT, nicht die base.
bei hydro schon ein viel stärkere benommenheit, aber das war zum grossen teil auch weil hydro einfach viel lipophiler ist daher das subjektive empfinden.
habe pro tag zwischen 8-12 tabs pro tag genommen an normalen tagen. und an schlechten tagen sag ich mal min 3-4 um über die runden zu kommen, so in etwa die meiste zeit, um ein bild meiner stammmedikation zu kriegen, allerdings zusätzlich noch alle 25 tage oxy missbraucht.


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Tilidin ca450mg tgl.+ min.20mg bis 70mg phenazepam manchmal noch dazu zum schafen (selten) nen dipper eti (schlafen)alles jeden tag seit 3 monaten im 4 tages rhymus (zu oft) da mdpv+oft weed
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marsupilami
Beitrag 10.5.2009, 10:13
Beitrag #6


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ich weiß ned, wie das beim Morphin / Heroin ist, mit der lethalen Dosis bei
hochdosiert Abhängigen. Wie ich schonmal berichtet habe, hat's bei mir die
17 fache Menge Methadon ned getan (plus Flunies, Tavor, Diazepam, Bier,
Jägermeister große Flasche zur Hälfte) ich hab nur drei Tage geschlafen und
war dann wieder affig. (waren 17 x 90 mg)


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PolaTom
Beitrag 5.9.2011, 03:23
Beitrag #7


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Was soll es bringen,die Erhöhung der Dosis so weit zu übertreiben,ohne die Affinität oder Potenz des Wirkstoffes zu erhöhen.

Ich kann aus Erfahrung berichten,das sich so etwas höchst wahrscheinlich NICHT tödlich auswirkt,wenn der Patient die einfache Dosis vorher eine gewisse Zeit regelmäßig jeden Tag konsumiert hat!

Denn höchstwahrscheinlich handelt es sich bei der einfachen Dosis um etwa 3/4(Pola,wegen längerer Halbwertzeit) oder max. möglichen Rezeptoranzahl.Auch wenn das nicht ganz stimmt,macht vielleicht eine doppelte oder 3 fache Menge trotzdem noch keine Überdosierung mit Todesfolge.

Ich selbst habe bei täglichen Dosen von 125 mg Pola schon über die 10 fache Menge innerhalb von 24 Std eingenommen und mir ist nichts passiert.Das gefährlichste dabei ,ist regelrecht im Stehen einzuschlafen und sich erheblich dabei zu verletzen ,in dem man kurz vorm aufwachen stürzt.Dabei hab Ich mir schon erhebliche blaue Flecken zugezogen,aber "Gott sei Dank" noch nicht mehr.

Die Todesfolgen bei der Kommaverschiebung der Dosierung, waren sicherlich auch Patienten,die
1. noch nicht so lange auf der Dosierung und eher im unteren Bereich,sagen wir so bis 160 mg Metha und 80 mg Pola,lagen
2. oder hatten Beikonsum, vor allem von Benzos.

Wenn die Rezeptoren belegt sind geht eben nix mehr und das ganze ist eben leider nur eine große Verschwendung.Da Ich gerade vorrangig von iv. Konsum gesprochen habe,lässt sich eine gewisse Verstärkung noch dadurch erzielen,indem man ein bis mehrere Dosen "schluckt" ,um die sogenannten "Darmrezeptoren" noch mitzunehmen,aber auch das reicht bei weitem nicht zu einer tödlichen OD!

Besondere Beachtung gilt allerdings dem Statement von Practicus,der die spezielle Körperhaltung ansprach.Da weiß Ich auch aus Erfahrung das so eine gebückt sitzende Haltung,die eine Zwerchfellatmung immens verschlechtern kann, nicht zu unterschätzen ist!!!

Wenn also keine medizinisch indizierte Verlangsamung ,bzw. Verschlechterung der Verstoffwechselung vorliegt(Aids?),oder durch Einnahme anderer Medikamente verlangsamt bzw. behindert wird, ist bei Metha bzw. Pola ab einer gewissen Dosierung Schluss.Der Rest ist wie man gerne im Volksmund sagt "Kopfsache"!!!
Diese liegt meiner Erfahrung nach zwischen 100 und 200mg Methadon ,bzw. 50 und 100mg Polamidon.
Daher ist von Langzeitpatienten, auch die Wahl dementsprechender Medikamente(Clonidin,Cimetidin), zum entgegenwirken einer sich ausbildenden Toleranz ,der Dosiserhöhung vorzuziehen!

Beim H kommt es ganz stark auf den Verschnitt an.Sind sogenannte Upper bis zu "Strichnin" enthalten,sind Überdosierungen kein Problem!Bei reinem H wird es allerdings sehr schwer,wenn man sich nicht alles auf einmal "weghaut".So ist man nämlich höchstwahrscheinlich vor der OD einfach "eingeschlafen" und wacht ,abgesehen von dem angesprochenen Sonderfall,auch wieder auf!Die meisten OD's sind auf Beikonsum von Benzos zurückzuführen.Ich habe zu meiner aktiven Zeit selbst auch immer bis 3 x 2mg "Ruppis" mit auf den Löffel gelegt und kam so in der Anfangszeit mit einem halben 40 DM Päckchen hin,also ein Päckchen am Tag.Der Stoff ist allerdings mit heutigen 1.5-2g zu vergleichen und lag in etwa im Bereich von 15-20 % Wirkstoffgehalt!Wohl bemerkt in der Anfangsphase und als aller niedrigste Dosierung.Gab es mehr ,hab Ich natürlich mehr konsumiert, obwohl die Ruppis schon der Hammer waren*schnüff*!

Bitte korrigiert mich,wenn Ihr nicht einverstanden seid!

Gruß Tom!

Der Beitrag wurde von PolaTom bearbeitet: 5.9.2011, 03:37


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LG,Tom!
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 25.9.2017 - 10:48