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Angstzustände beim Entzug
coolozz
Beitrag 23.7.2013, 12:32
Beitrag #1


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Halli Hallo,

wollte mal so in die Runde fragen,was Ihr dagegen macht.Bzw. ob es euch überhaupt auch so geht.

Für mich ist bei einem Opientzug das allerschlimmste,diese furchtbaren Angstzustände.
Ich vergleiche das immer mit einem Gefühl "des lebendig begraben sein".Es ist halt der reinste Horror.
Kleinste Probleme werden dann schon zum Albtraum,sogar Gerüche empfinde ich dann irgendwie ganz schrecklich
und auch sehr viel intensiver als normal.
und irgendwie hab ich das Gefühl das es bei anderen auf Entzug nicht so schlimm ist.Nun hab ich allerdings
schon immer,auch schon vor der Sucht mit Angststörungen zu tun gehabt.Was wohl auch der Grund für
meinen Konsum ist. freak.gif

Zur Zeit bin ich auf ca. 800mg Tilidin ret./d muss aber für eine Therapie (die hoffentlich bald mal genehmigt wird) abdosieren
bis auf Null.Was mir eigentlich rein körperlich leicht fallen müsste,wenn nur dieser Horror nicht wäre. heul.gif
Benzos sollen ja kontraproduktiv bei opioid Entzug sein...??Ich glaube das ich das damals auf H Entzug schonmal probiert habe
und es dann noch schlechter wurde auch Cannabis kann ich nicht ab,davon bekomme ich immer Paranoia auch ohne Entzug....
Würde Lyrica evtl.helfen... ask.gif

LG
coolozz



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Oktanbooster
Beitrag 1.12.2013, 10:30
Beitrag #2


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Da niemand geantwortet hat erbarme ich mich, obwohl ich dir sicher auch nicht großartig helfen kann aber seis drum!

Ein kalter Opiatentzug ist für mich auch schlicht (nicht körperlich-psychisch!) die Hölle! Ich weiß nicht ob du jetzt eine Therapie gemacht hast?!

Viele "Tipps" kann man hierzu ohnehin nicht geben, die üblichen Dinge wie Benzos etc. sind natürlich auch eine sehr Risiko reiche Geschichte! Außerdem kann man dann erst Recht im Benzo Rausch einen Rückfall kriegen! Dies sind meine persönlichen Erlebnisse, komischerweise half mir immer bei Entzügen bisher am besten folgendes: Ich hatte zur Sicherheit immer noch 1 Tablette Morphinhydrochlorid 300 mg ret. 24h liegen und alleine das GEFÜHL ich HÄTTE WAS DA beruhigt ungemein!

Habe die Tablette NIE angefasst, aber es beruhigt weit mehr als jedes Benzo etc., dieses Gefühl "ICH KÖNNTE DEN ENTZUG JEDERZEIT STOPPEN...ABER NICHT JETZT SPÄTER" und ob du es glaubst oder nicht: Es funktioniert (zumindest bei mir) ziemlich gut! Klar fühlt man sich auch beschiXXen, aber dieser Hintergedanke ist einfach so befreiend. Auch weine ich (schäme mich nicht dies zu schreiben) beim Entzug gerne stark zu traurigen Liedern, dies hilft mir auch persönlich. So kurios es klingt!

Aber ein "Allheilmittel" gibt es halt leider nicht, wäre schön wenn du dich meldest und sagst ob du ne Therapie gemacht hast oder noch drauf bist etc.!
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coolozz
Beitrag 4.12.2013, 17:48
Beitrag #3


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Hi Oktanbooster,

erstmal Danke für deine Antwort.Das mit meiner Therapie geht jetzt vors Sozialgericht.Die Rentenversicherung (Bayern) möchte mir einfach keine Kostenzusage geben.Im Janauar hab ich erstmal einen neuen Termin bei einem Psychologen den das Sozialgericht beauftragt hat.
Ich kann nur hoffen das ich das irgendwie schaffe.

Grüße
coolozz


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Oktanbooster
Beitrag 14.12.2013, 11:08
Beitrag #4


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Wünsche dir alles Gute, hoffe es geht gut troest.gif!

Zum Entzug selbst kann ich dir nur meine wie schon erwähnten "Tipps" geben, die halfen mir immer und Benzos JA NICHT NEHMEN heul.gif! Die machen wie gesagt den Willen schwach, wirken nicht gegen den Opiatentzug und verursachen mit hoher Wahrscheinlichkeit nen Rückfall. Depressionen (auch EXTREM SCHWERE) sind halt leider normal im Entzug, dass gehört dazu.

Das einzig Schöne ist: Wenn man es denn wirklich geschafft hat dieses unbeschreiblich schöne Gefühl wieder FREUDE empfinden zu können, man kann es mit Wörtern nicht wieder geben! Es ist besser als der Beste Rausch der Welt!

Liebe Grüße!
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