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Sucht bei Ärzten, Apothekern
millon
Beitrag 25.10.2004, 17:12
Beitrag #1


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ZITAT
Berufsrisiko

Suchtgefahr im OP-Saal

Anästhesisten werden häufiger drogenabhängig als andere Ärzte, da sie während
der Arbeit ständig Narkosemitteln ausgesetzt sind. Nach Erkenntnissen eines
US-Forschers reichen schon diese geringen Dosen aus, um anfällig für
Drogenmissbrauch zu werden.

Zur Narkose verwendete Substanzen wie Fentanyl und Propofol sind äußerst
wirkungsvolle Drogen. Sie sind teilweise um das Tausendfache stärker als Heroin
und können abhängig machen. Dies mache die Narkotika zu einer Gefahr vor allem
für Anästhesisten, erklärte der US-Wissenschaftler Mark Gold von der University of
Florida auf einer Tagung der Society for Neuroscience in San Diego. Die
Narkosespezialisten werden nach Golds Angaben im Vergleich zu anderen Ärzten in
den USA viermal häufiger drogenabhängig.

Anästhesisten sind den Narkotika während der Operationen über einen langen
Zeitraum ausgesetzt, da die Patienten die verabreichten Betäubungsmittel in
geringen Mengen wieder ausatmen, auch wenn sie intravenös verabreicht werden.
Da Anästhesisten am Kopf der Patienten sitzen, um die Narkose zu überwachen,
atmen sie die Wirkstoffe ein, erklärt Gold.

Der Wissenschaftler und seine Kollegen benutzten für ihre Untersuchungen
Sensoren, wie sie das Militär zum Aufspüren von Nervengas einsetzt, sowie
Standardverfahren wie die Gaschromatographie und Massenspektroskopie. Sie
testeten die Atemluft von Patienten während der klinischen Untersuchung und die
Luft in den Operationssälen auf Fentanyl und Propofol.

Die Stoffe befinden sich in sehr geringer Konzentration überall im Operationsraum,
ergaben die Messungen. Die höchste Konzentration ist dabei über dem Mund der
Patienten zu verzeichnen. Laut Gold könnten diese geringen Dosen ähnlich wie
beim Passivrauchen bei den Anästhesisten zu Veränderungen im Gehirn führen, die
wiederum anfällig für Drogenmissbrauch machen.


Artikel
Ein Grund mehr Anästhesist zu werden, hmm Fenta?blacklol.gif


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"Gib einem Menschen Feuer und er hat es einen Tag lang warm,
zünde ihn an und er hat es den Rest seines Lebens warm." Terry Pratchett
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Fentanyl
Beitrag 25.10.2004, 23:57
Beitrag #2


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Ich halte das für eine sehr gewagte Theorie - erstens sind die Mengen, sofern überhaupt vorhenden, denn ein OP ist ja nicht gerade klein und es ist ja auch nicht so, dass garkein Luftaustausch stattfände.

Wenn ich Anästhesist wäre, läge mein Interesse auch eher bei so Leckerchen wie Piritramid oder Hydromorphon d.gif

MfG, Fenta


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Sonne
Beitrag 26.10.2004, 18:19
Beitrag #3


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Ja, immer diese drogensüchtigen Ärzte.

Nein, im ernst. Finde dies ein sehr interessantes Thema. Die letzte Antwort von Ziggy veranlaßt mich, Euch zu fragen, ob Ihr gute Literatur über das Thema Ärzte bzw. süchtige Ärzte kennt und ob Ihr mir da was empfehlen könnt.

Habe es zwar schon übers Netz probiert, Infos zu bekommen, aber wenn ich z.B. drogensüchtige Ärzte oder Ärzte und Drogensucht eingebe, kommen als Suchergebnisse immer nur Links zu Substitutionsärzten oder Kliniken.

LG, Sonne.


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Es ist nicht die Sehnsucht nach dem Tod...
Es ist die Sehnsucht nach dem vollkommenen Leben...
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millon
Beitrag 26.10.2004, 19:16
Beitrag #4


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Hallo Sonne, folgendes Interview stammt auch aus dem Spiegel:
ZITAT
ÄRZTE

"Ich war völlig am Ende"

Ein niedergelassener Gynäkologe, 45, über seinen Medikamentenmissbrauch, die
Gefährdung der Patienten durch seine Sucht und den mühseligen Weg zurück in die
Normalität

SPIEGEL: Herr Jung, wie heftig war Ihre Sucht?

Jung: Ich habe mir zwei Jahre lang von früh bis spät Morphin gespritzt. Am Ende
war ich beim Vierfachen der in der Schmerztherapie üblichen Dosis angekommen.
Jemanden, der das nicht gewöhnt ist, würde diese Menge umbringen. Daneben
habe ich Benzodiazepine geschluckt, vor allem Valium.

SPIEGEL: Warum auch noch Beruhigungsmittel?

Jung: Ich war durch die Morphine vollkommen aufgekratzt. Tagsüber habe ich
Valium genommen, um die Fahrigkeit und die Unruhe zu dämpfen. Abends musste
ich Benzodiazepine nehmen, um einschlafen zu können.

SPIEGEL: Sie werden im Moment in der Oberbergklinik in Wendisch Rietz, einer
Spezialklinik für Suchterkrankungen, behandelt. Was war der Auslöser, hierher zu
kommen?

Jung: Ich hatte durch den Morphinmissbrauch einen epileptischen Anfall. Ein paar
Tage später hat mich meine Frau hier abgeliefert.

SPIEGEL: Wie haben Sie während der Sucht auf Ihre Patientinnen gewirkt?

Jung: Ich war ständig auf Hochtouren. Ich bin klatschnass in der Praxis
herumgelaufen. Den Patientinnen hat das, glaube ich, imponiert: Der Doktor reibt
sich auf für sie. Ich habe kaum noch etwas gegessen. Wegen der Mundtrockenheit
durch das Morphin musste ich ständig trinken. Ich brauchte eine Sonnenbrille, weil
ich das Licht nicht mehr ausgehalten habe. Mittags musste ich mich hinlegen, um
wieder Kraft zu tanken. Und wenn ich aufgestanden bin zur zweiten Runde in der
Praxis, habe ich mich sofort wieder gespritzt.

SPIEGEL: Hat Sie nie eine Patientin auf Ihren Zustand angesprochen?

Jung: Einigen ist schon aufgefallen, dass ich vom Fleisch falle. Weiter nachgefragt
hat aber keine. Wahrscheinlich war es für sie in Ordnung, dass sich der Doktor zu
Tode arbeitet.

SPIEGEL: Hatten Sie Angst, Ihre Patientinnen zu gefährden?

Jung: Nein, denn ich habe mein Verantwortungsgefühl irgendwann völlig ausgeschaltet.

SPIEGEL: Hätte etwas passieren können?

Jung: Selbstverständlich, mein Urteilsvermögen war herabgesetzt, ich habe nur
noch euphorisch reagiert. Am Schluss sind mir die einfachsten Dinge nicht mehr
eingefallen. Ich habe die Patientinnen ins Wartezimmer geschickt, weil ich angeblich
einen Kollegen konsultieren wollte. In Wirklichkeit musste ich in Fachbüchern
nachschlagen, um mich an das kleine Einmaleins meines Fachs zu erinnern.

SPIEGEL: Wie sind Sie in die Sucht geraten?

Jung: Oberflächlich gesehen, durch eine Dummheit. Ich bin seit 15 Jahren
trockener Alkoholiker. Als ich an einer Klinik operiert wurde, habe ich gegen die
Schmerzen postoperativ Morphine bekommen.

SPIEGEL: Und dadurch sind Sie wieder in die Sucht gerutscht?

Jung: Als ich nach der Operation in der Praxis sofort wieder unter Druck stand,
habe ich vor dem Medikamentenschrank gestanden und mich daran erinnert, wie
gut mir das Morphin getan hat.

SPIEGEL: Woher kam der Druck?

Jung: Man tut viel für die Patientinnen, aber man bekommt leider nur sehr selten
etwas zurück.

SPIEGEL: Was hätten Sie denn gern zurückbekommen?

Jung: Ich hätte mir gewünscht, dass die Patientinnen meinen Anteil an ihrer
Genesung anerkennen, so wie man das bei jedem Handwerker tut. Stattdessen ist
man als Arzt in der Praxis heute oft nur noch der Überbringer von schlechten
Botschaften.

SPIEGEL: Welche Wirkung hatten die Opiate in solchen Situationen?

Jung: Sie haben mir schnell ein gutes Gefühl verschafft. Wenn man viel Altruismus
auf andere verwendet, dann will man irgendwann nur noch für sich etwas tun.

SPIEGEL: Hat Ihre Umgebung etwas von der Sucht bemerkt?

Jung: Ich habe mich eingeschlossen, wenn ich gespritzt habe. Meine
Sprechstundenhelferinnen haben vielleicht etwas geahnt, weil sie auf die Kartons
mit den leeren Ampullen gestoßen sind. Die Patientinnen haben sicher nichts
mitbekommen.

SPIEGEL: Konnten Sie mit Kollegen über Ihre Probleme sprechen?

Jung: Das Unwissen der Ärzte über Suchtprobleme ist erschreckend hoch. Meine
Kollegen kannten mich von Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen nur als
einen fröhlichen, agilen Menschen, sie hätten meine Schwierigkeiten nicht
verstanden.

SPIEGEL: Aber es gibt doch genügend Mediziner, die selbst unter
Abhängigkeitsproblemen leiden.

Jung: Schon, aber jeder hält es unter der Decke, solange er kann. Ich kenne allein
aus meinem nächsten Umfeld vier Kolleginnen, die trinken. Eine fünfte aus meiner
Gegend habe ich hier in der Klinik mit "Ach, Sie auch hier?" begrüßt.

SPIEGEL: Wie leicht war es, an das Morphin heranzukommen?

Jung: Anfangs hatte ich die Mittel im Schrank oder im Notfallkoffer. Wenn sie zur
Neige gingen, konnte ich sie nachverlangen. Kriminell wurde es erst, als mein
Bedarf so anstieg, dass ich Rezepte falsch datieren oder normale Sprechstunden
als Schmerzsprechstunden deklarieren musste.

SPIEGEL: Also war die Beschaffung des Medikaments nicht so einfach, auch nicht
für Sie als Mediziner?

Jung: Irgendwann sind alle Vorräte zu Ende, und dann muss man auch als Arzt
diese Energie des Süchtigen entwickeln, um an den Stoff heranzukommen. Mein
Apotheker, bei dem ich die Rezepte eingelöst habe, hat sicher etwas gemerkt, aber
Fragen hat er nie gestellt. Wahrscheinlich war er froh, dass er auch noch ein
bisschen an meiner Sucht verdient hat.

SPIEGEL: Einen Durchschlag von jedem Suchtmittelrezept mussten Sie an die
Bundesopiumstelle in Berlin schicken. Sind dort Ihre hohen Morphinverordnungen
nicht aufgefallen?

Jung: Zum Glück nicht. Eine genauere Überprüfung hätte ich mit Sicherheit nicht
überstanden.

SPIEGEL: Wann haben Sie begriffen, dass es so nicht weitergehen würde?

Jung: Irgendwann war ich völlig am Ende. Meine Kinder sind von zu Hause
weggefahren, weil sie das Elend nicht mehr ausgehalten haben. Meine Frau ist nur
noch heulend herumgelaufen. Wenn ich abends nach Hause kam, habe ich mich
noch eine Weile ins Arbeitszimmer eingeschlossen und bin dann ins Bett gegangen,
weil ich keine Kraft mehr hatte. Es war ein Teufelskreis: Ich wollte nicht einsam
sein, aber mit jeder Spritze bin ich einsamer geworden.

SPIEGEL: Haben Sie an Selbstmord gedacht?

Jung: Den Baum dafür hatte ich mir schon ausgesucht.

SPIEGEL: Was haben Sie Ihren Helferinnen gesagt, als Sie in die Klinik gingen?

Jung: Burnout-Syndrom und Depressionen. Diese Krankheitsbilder sind äußerlich
mit der Sucht fast identisch.

SPIEGEL: Werden Sie Ihren Bekannten oder auch Ihren Mitarbeiterinnen die
Wahrheit sagen, wenn Sie wieder in Ihrer Praxis sind?

Jung: Nein, die Akzeptanz für Medikamentenmissbrauch ist in unserer Gesellschaft
nicht vorhanden. Ich würde mir den Ast absägen, auf dem ich sitze.

SPIEGEL: Weiß die Ärztekammer von Ihren Problemen?

Jung: Nein.

SPIEGEL: Werden Sie sie nach der Entlassung aus der Klinik über Ihre Sucht informieren?

Jung: Ich habe ein Vertrauensverhältnis zu einigen Leuten bei der Kassenärztlichen
Vereinigung. Vielleicht werde ich mich denen gegenüber offenbaren. Zur
Ärztekammer habe ich keinen Kontakt.

SPIEGEL: Hatten Sie während der Sucht Angst, Sie könnten Ihre ärztliche
Berufserlaubnis oder die Kassenarztzulassung verlieren?

Jung: Als ich zu kriminellen Methoden greifen musste, um mir neues Morphin zu
verschaffen, ist mir diese Gefahr ständig hochgradig bewusst gewesen. Aber die
Sucht war stärker.

SPIEGEL: Drohen Ihnen durch die Therapie und den Praxisausfall finanzielle
Schwierigkeiten?

Jung: Die Klinik hier kostet eine Menge Geld. Ich wollte in diesem Jahr eine große
USA-Reise machen, jetzt mache ich die Reise zu mir selbst. Das ist nach der Zeit,
in der mein Leben nur noch an einem seidenen Faden hing, ein großartiger Ersatz.

SPIEGEL: Haben Sie Angst, dass Ihre Patientinnen wegbleiben könnten?

Jung: Nein. Von Ärzten, die auch hier behandelt wurden, weiß ich, dass sie nach der
Therapie als sehr angenehm verändert wahrgenommen wurden. Außerdem halte
ich mich für einen guten Gynäkologen, dem die Patientinnen treu bleiben werden.
Das berichten mir auch die Helferinnen aus der Praxis, die zurzeit die Termine
vergeben.

SPIEGEL: War es für Sie als Arzt schwierig, sich hier in der Klinik in die
Patientenrolle einzufügen?

Jung: Anfangs habe ich versucht, mich als Co-Therapeut aufzuspielen. Wenn man
auf diesen Irrtum von den Betreuern mehr oder weniger brutal hingewiesen wird,
hinterfragt man seine Rolle nicht mehr besonders. Dann zählt nur noch, dass die
Hände nicht mehr zittern, dass man keine Angst mehr vor Krampfanfällen haben
muss und dass einem das Essen zum ersten Mal nach langer Zeit wieder richtig
schmeckt.

SPIEGEL: Sehen Sie dem Tag, an dem Sie wieder in der Praxis stehen werden, mit
zwiespältigen Gefühlen entgegen?

Jung: Nein, ich freue mich darauf.

SPIEGEL: Auch wenn Sie den Schwierigkeiten wieder begegnen, die Sie in die Sucht
getrieben haben?

Jung: Ich lerne hier, mein Leben neu zu ordnen. Ich bin mir sicher: In Zukunft
werde ich viel öfter "Nein" sagen.

INTERVIEW: GÜNTHER STOCKINGER


Artikel
(gibts aber nur gegen Bares)
Wenn ich mich recht erinner gab es noch andere Artikel mit ähnlicher Thematik,
nur die Spiegelsuchmaschine nervt narf.gif


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zünde ihn an und er hat es den Rest seines Lebens warm." Terry Pratchett
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soshin
Beitrag 28.10.2004, 16:30
Beitrag #5


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Nicht nur Ärtze, auch Krankenpflegepersonal. Eine ganz liebe Kollegin von mir ist mit 26 an einer Überdosis Furosemid (Lasix®) gestorben. Plötzlicher Herztod durch Kammerflimmern wegen Stoffwechselentgleisung (zuwenig K+). Die wollte sich fürs ausgehen am Samstag nur mal schnell noch das Bäuchlein (welches nur sie selber sah, sie war gertenschlank) wegpischen. Furosemid plus Laxantien (Abführmittel) ist lebensgefährlich!

Ausser mir kenne ich eigentlich keine/n Tramadol abhängige/n Kollegen/in, wobei natürlich niemand drüber redet - von wegen Diebstahl usw. Aber der Verbrauch an Benzos (Valiumtröpflein) und an dem neuartigen niederpotenten Neuroleptikas Zoldem® und Ivadal® (Gott sei Dank ohne Suchtpotenz) zur Einschlafförderung ist in einem Beruf recht hoch in dem folgende Schichten an der Tagesordnung sind: TTNN-TN--TTN. Ich rede hier von 12,5 Stundendiensten, während den Nachtdiensten ist kein Schlaf möglich).

Und wenn man dann mit der Nase im Stoff steckt, warum nicht dran schnüffeln? zwinker.gif Soll aber keine Entschuldigung für meine Tramdolabhängigkeit sein. Fenta wird wissen, daß sich die Auswirkungen von Tramal ganz gut mit einem med. Beruf verbinden lassen.

Spaßohne: Das Gesundheitswesen im Spital ist ein echter Hammer, hier wie in D, bei uns in Ö vielleicht noch ein wenig besser (etwas weniger Streß - kenne auch Kollegen aus Bayern), wir haben auch einige "Flüchtlinge" aus D hier bei uns in Ö.

LG, Euer "Schluchtenscheisser" Soshin... : d.gif


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diesmalschaffichs!!!
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Achimy
Beitrag 16.2.2005, 18:55
Beitrag #6


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ZITAT(Sonne @ 16.2.2005, 16:50)
Rezepte selbst schreiben - wie geil. Ein Traum geht in Erfüllung. Ich werde aussagekräftige Bewerbungsunterlagen schriftlich zusenden.

Nö, ihr beiden wollt mich ja nur wegen meinem Rezeptblock... ohne mich wirklich lieb zu haben heul.gif heul.gif heul.gif heul.gif

Na soooo toll ist das mit den Privatrezepten ja nun auch wieder nicht. Muß nämlich alles aus EIGENER Tasche bezahlen..und BTM-Rezepte werden durch die Bundesopiumstelle ziemlich penetrant überwacht. Mehr als 3 Stück p. Quartal sind nicht drin... nur so zur Info ! zwinker.gif

Der Beitrag wurde von Achimy bearbeitet: 16.2.2005, 18:57


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Tramaluser
Beitrag 16.2.2005, 19:31
Beitrag #7


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ZITAT(Achimy @ 16.2.2005, 18:55)
Nö, ihr beiden wollt mich ja nur wegen meinem Rezeptblock... ohne mich wirklich lieb zu haben heul.gif heul.gif heul.gif heul.gif

Na soooo toll ist das mit den Privatrezepten ja nun auch wieder nicht. Muß nämlich alles aus EIGENER Tasche bezahlen..und BTM-Rezepte werden durch die Bundesopiumstelle ziemlich penetrant überwacht. Mehr als 3 Stück p. Quartal sind nicht drin... nur so zur Info ! zwinker.gif

Wie kommst du denn da drauf? zwinker.gif

naja aber Versorgungsängste muss man in so ner situation ja zumindest nicht haben....... top2.gif
mehr als 3 stück pro quartal ich halts nicht aus heul.gif


greetz
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behappy999
Beitrag 17.2.2005, 22:19
Beitrag #8


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ZITAT(Sonne @ 16.2.2005, 16:50)
Rezepte selbst schreiben - wie geil. Ein Traum geht in Erfüllung.

Kann auch ein Alptraum sein..... Ist wie einem N²O-User eine Batterie (8-16 Stck) große Gasflaschen zu besorgen.....

DAS KANN DEN TOD BEDEUTEN.....

btw.: Tramal kostet doch fast nix.... Damit sich dann zuknallen (mit Toleranzreduktor L-Tryptamin und PGP-Inhibitor Chinin...) jahrelang ohne jemals off-turn zu sein..... Neee - gar nicht so gut.....


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Imodium - Und der Tag gehört Dir
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luxuries
Beitrag 17.2.2005, 23:37
Beitrag #9


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ZITAT(Achimy @ 16.2.2005, 18:55)
ZITAT(Sonne @ 16.2.2005, 16:50)

Rezepte selbst schreiben - wie geil. Ein Traum geht in Erfüllung. Ich werde aussagekräftige Bewerbungsunterlagen schriftlich zusenden.

Nö, ihr beiden wollt mich ja nur wegen meinem Rezeptblock... ohne mich wirklich lieb zu haben heul.gif heul.gif heul.gif heul.gif

Na soooo toll ist das mit den Privatrezepten ja nun auch wieder nicht. Muß nämlich alles aus EIGENER Tasche bezahlen..und BTM-Rezepte werden durch die Bundesopiumstelle ziemlich penetrant überwacht. Mehr als 3 Stück p. Quartal sind nicht drin... nur so zur Info ! zwinker.gif

in leipzig war mal nen doc inner psychiatrie der hat sich über 2jahre sein morphin via rezept besorgt... muss super funktioniert haben wenns 2jahre lang klappt


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UND MÖGEST DU IMMER RÜCKENWIND HABEN UND STETS SONNENSCHEIN IM GESICHT!
UND MÖGEN DIE SCHICKSALSSTÜRME DICH HINAUF TRAGEN, BIS DASS DU MIT DEN STERNEN TANZT

Ich möchte riskieren wie ein Narr auszusehen ... für Gefühle, für meine Träume, für das Abenteuer lebendig zu sein.
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Achimy
Beitrag 18.2.2005, 01:04
Beitrag #10


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ZITAT(luxuries @ 17.2.2005, 23:37)
in leipzig war mal nen doc inner psychiatrie der hat sich über 2jahre sein morphin via rezept besorgt... muss super funktioniert haben wenns 2jahre lang klappt

Wenn Ihr wüßtet wieviel Ärtzte & Apotheker drogenabhängig sind...nur ein ganz geringer Teil gelangt via Presse in die Öffentlichkeit ! sad.gif
Erst im Herbst letzten Jahres hat sich einer meiner Kollegen nach jahrelangem Dilaudid-Mißbrauch vom 15. Stock gestürzt...


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Tramaluser
Beitrag 18.2.2005, 06:27
Beitrag #11


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ZITAT(Achimy @ 18.2.2005, 01:04)
Wenn Ihr wüßtet wieviel Ärtzte & Apotheker drogenabhängig sind...nur ein ganz geringer Teil gelangt via Presse in die Öffentlichkeit !  sad.gif
Erst im Herbst letzten Jahres hat sich einer meiner Kollegen nach jahrelangem Dilaudid-Mißbrauch vom 15. Stock gestürzt...

Das habe ich mir schon oft gedacht.
Mein alter doc -> jetzt in Rente war immer sehr verständnisvoll,
wenn ich mit meiner obligatorischen "Erkältung" pro Quartal zu ihm kam
und er mich fragte: "Brauchen wir gegen Husten auch was?"

Da wusste wir beide genau, wöfür ich das DHC WIRKLICH nehme, aber
er hat nie was gesagt, und ich dachte bei mir, der nimmts doch selber
weil er weiss wie gut es ist.
Wie gut der Spritzen setzen konnte, das war wirklich der Hammer!!!

Aber es ist doch klar, wenn ich mir alles besorgen kann was ich will,
dann ist ein Teil dabei, der das nicht unter Kontrolle hat und der Grossteil
schon, das gilt für Ärzte und Apotheker genauso, die bekanntlich auch nur
menschen sind.

Aber etwas Neid kommt schon auf, wenn andere frei in ihrer Entscheidung sind
was sie nehmen kann/dürfen.
Ich fühle mich halt bevormundet wenn Vater Staat mir vorschreibt, mit was ich
mich berauschen darf und was nicht. sauer.gif

Greetz
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Achimy
Beitrag 18.2.2005, 11:33
Beitrag #12


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Sorry, ist zwar wieder mal 'off topic', aber eine Bemerkung dazu will ich noch machen: Viele Fälle sind den Ärzteverbänden bzw der Klinikverwaltung durchaus bekannt- aber fast immer wird alles schön unter den Teppich gekehrt ...Hauptsache die Öffentlichkeit bekommt nichts davon mit !!! Im schlimmsten Fall wird den Docs eventuell die kassenärztliche Zulassung entzogen aber ihre Approbation verlieren sie fast nie...


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Sonne
Beitrag 18.2.2005, 13:48
Beitrag #13


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Ich hole diesen älteren Thread mal wieder hoch. Zum einen weil ich das Thema sehr interessant finde und zum anderen, weil in einem anderen Thread die Rede davon war, sich aber jeder zurückgehalten hat, damit es nicht allzu Off-Topic ist.

Also wer Lust hat über Arzte, Apotheker, medizinisches Personal und Drogensucht zu diskutieren...hier ist der richtige Platz dafür.


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SirDystic
Beitrag 18.2.2005, 15:37
Beitrag #14


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Ich habe den Thread mal mit einem anderen zum selben Thema verschmolzen.

Der Beitrag wurde von SirDystic bearbeitet: 18.2.2005, 16:28
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luxuries
Beitrag 18.2.2005, 17:04
Beitrag #15


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SPIEGEL: Warum auch noch Beruhigungsmittel?

Jung: Ich war durch die Morphine vollkommen aufgekratzt. Tagsüber habe ich
Valium genommen, um die Fahrigkeit und die Unruhe zu dämpfen. Abends musste
ich Benzodiazepine nehmen, um einschlafen zu können.


valium ist doch nur der "westname" für faustan und das is doch nen benzo oder?
versteh seine aussage da irgendwie nich.


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Sonne
Beitrag 18.2.2005, 17:28
Beitrag #16


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Valium = Diazepam, also ja ist ein Benzo.

Faustan sagt mir jetzt vom Begriff her nichts. SirDystic weiß das aber bestimmt.

Der Beitrag wurde von Sonne bearbeitet: 18.2.2005, 17:31


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millon
Beitrag 18.2.2005, 18:30
Beitrag #17


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Faustan = (auch) Diazepam
Gabs ziemlich sicher in der DDR, meine Mutter kennt das.

@luxuries:

Kann man leicht missverstehen, er meint das sicher so, das er tagsüber Diazepam
zum beruhigen genommen hat und Nachts (andere) Benzos zum schlafen.


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luxuries
Beitrag 18.2.2005, 18:56
Beitrag #18


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faustan ist diazepam ... halt nur anderer name kommt ja oft vor ... und das gabs nich nur in der ddr, auch jetzt sehr gängiges medi :P


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Achimy
Beitrag 18.2.2005, 19:55
Beitrag #19


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Hab erst vor 5 Minuten eine genommen... d.gif
Faustan®- 5 Tabletten (Mono), Suppositorien (Mono), Injektionslösung (Mono) von Tremmler- gibts noch wie vor 20 Jahren....und der Preis stimmt auch zwinker.gif


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luxuries
Beitrag 18.2.2005, 22:47
Beitrag #20


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Am besten ist immernoch Tafil (xanax) das entspannt soooooooooooooo schön.
hab aber heiden respekt davor ... aller 2wochen mal eine mehr nich zumal die auch nicht oft den weg zu mir finden

Der Beitrag wurde von luxuries bearbeitet: 18.2.2005, 22:47


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UND MÖGEST DU IMMER RÜCKENWIND HABEN UND STETS SONNENSCHEIN IM GESICHT!
UND MÖGEN DIE SCHICKSALSSTÜRME DICH HINAUF TRAGEN, BIS DASS DU MIT DEN STERNEN TANZT

Ich möchte riskieren wie ein Narr auszusehen ... für Gefühle, für meine Träume, für das Abenteuer lebendig zu sein.
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